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Reiseziele in Estland

Saaremaa – die große Urlaubsinsel Estlands

Ostsee, Insel, Saaremaa, das könnten Synonyme für Urlaub in Estland sein.

Saaremaa Kuressaare
Holzvilla an der Bischofsburg in Kuressaare. (Foto: Nordisch.info)

Saaremaa umfasst eine Fläche von etwa 2.700 Quadratkilometern, mehr noch als das Saarland. Sie ist daher nicht nur bei weitem die größte, sondern mit rund 32.000 Einwohnern auch bevölkerungsreichste Insel Estlands. Touristisches Zentrum des beliebten Reiseziels ist traditionell die im Süden gelegene Stadt Kuressaare.

Traditionell vor allem deshalb, weil internationale und einheimische Gäste in dem unter seiner alten Bezeichnung Arensburg bekannt gewordenen Kur- und Badeort schon Mitte des 19. Jahrhunderts ihr Heil in der Entspannung suchten – exakt seit 1840.

Über den alten Damm auf die Insel

Wandern Moor Koigi Saaremaa
Wandern mit Kindern im Moor Koigi auf Saaremaa. (Foto: Nordisch.info)

Dementsprechend hat die heute 15.000 Einwohner zählende Stadt ihren Gästen eine Reihe sehr guter Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten. Hinzu kommen allerhand Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Entfernung, allen voran die Bischofsburg mit ihren mächtigen Mauern.

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Doch vor der Erkundung steht bei einer Insel bekanntermaßen die Überfahrt. Hierzu empfiehlt es sich zunächst, vom Festlandhafen Virtsu aus zur kleineren Nachbarinsel Muhu überzusetzen. Von dort geht es über einen mehr als 100 Jahre alten Damm bequem und garantiert trockenen Fußes ans Ziel.

Schnell wird deutlich, dass Saaremaa nur bedingt für einen kurzen Spaziergang am Nachmittag taugt. Allein für die Anreise von der Küste bis ins Zentrum sind 2-3 Stunden einzuplanen – Mühe, wenn man so will, die sich jedoch definitiv lohnt.

Schlange Ringelnatter Saaremaa
Beim Wandern stets auf seine Tritte achten. Hier wurde die Ringelnatter auf dem Wanderweg, zum Glück, rechtzeitig entdeckt. (Foto: Nordisch.info)

Neben einer Reihe architektonischer und/oder kultureller Besichtigungsziele sind es auch auf Saaremaa vornehmlich die Vorzüge der Natur, derentwegen sich tagein, tagaus ein Heer von Wanderern auf kilometerlange Touren macht. Ihnen kommt dabei zugute, dass Infrastruktur und Wegenetz auf Saaremaa sehr gut ausgebaut sind. Nahezu jeder Punkt ist problem- und gefahrenlos erreichbar. Extremes wird einem nicht abverlangt.

Über 1000 Kilometer Küste und ein Zentrum: Kuressaare

Wandern Panga Pank
Wandern mit Kind entlang der Steilküste, Panga Pank. (Foto: Nordisch.info)

Die weit über 1000 Kilometer lange Küste Saaremaas ist durch zahlreiche Halbinseln und Buchten geprägt. Zu nennen wäre beispielsweise eine Landzunge namens Sõrve, die sich im Südwesten fast 30 Kilometer weit in den Rigaischen Meerbusen erstreckt und – wie sollte es anders sein – mit dem Panoramablick auf einen etwa 50 Meter hohen Leuchtturm endet.

Eine weitere Sehenswürdigkeit bildet eine Steilküste namens Panga Pank, die in der Küdema-Bucht über 20 Meter tief ins Meer abfällt. Im „Landesinneren“ hingegen befinden sich neben den landestypisch dicht bewachsenen Waldstücken eine ganze Reihe schöner Seen. Es gibt den Karujärv (Bärensee) bei Kärla oder die Mullutu Laht in der Nähe von Kuressaare. Weitere Steilküsten befindet sich zudem im Nordwesten auf einer Halbinsel namens Tagamõisa.

Kaali Meteoritenkrater
Im Kaali Meteoritenkrater auf Saaremaa. Eine 4.000-6.000 Jahre alte Natur-Sehenswürdigkeit. (Foto Nordisch.info)

Den wuchtigen Ausmaßen der Insel entsprechend, fällt damit auch die Auswahl an sehenswerten Örtlichkeiten sehr groß aus. Es empfiehlt sich, den Urlaubstag auf Saaremaa mit ein wenig Planung und Vorkenntnis zu gestalten – egal in welche Richtung es gehen soll. In einem weiteren Artikel beleuchten wir die Stadt Kuressaare, sozusagen das urbane Zentrum der Insel Saaremaa. Die offizielle Tourismus-Webseite der Insel finden Sie hier: www.visitsaaremaa.ee/en (auf Englisch).

Weiterführende Tipps für einen Besuch auf der Insel Saaremaa:

Kajakfahren entlang der Küste von Saaremaa: Das verspricht, ein anstrengender, aber auch schöner Tagesausflug zu werden. Im Westen der Insel liegt die Bucht von Lahetaguse (nahe der Farm Toomalõuka), die der Start- und Endpunkt einer entspannten Kajakfahrt entlang der Küste ist. Pro Strecke ist man etwa anderthalb Stunden auf dem Wasser, Zwischenstation ist dann eines der kleinen Inselchen, die Saaremaa vorgelagert sind. Dort kann man sich ein wenig die Beine vertreten und – ganz wichtig – sich für den Rückweg stärken. Ist ein prima Tipp für die ganze Familie, wenn die Kinder schon etwas älter, also „paddeltauglich“ sind.

Webseite: www.toomaloukaturism.ee/kayaking

Der Sääre-Leuchtturm: Der „Sääre“ (estnisch: Sõrve) ist mit seinen knapp über 50 Metern der höchste Leuchtturm in der gesamten Ostsee. Er liegt an der Spitze einer schmalen Halbinsel im Südwesten von Saaremaa, sodass man bei der Anfahrt fast den Eindruck erhält, mit dem Auto in See zu stechen. Und klar, wenn man das turmhohe Seemonster erst einmal erklommen hat, winkt von der Aussichtsplattform aus ein fantastischer Blick über die Region. Es lohnt sich! An den Leuchtturm ist übrigens ein Besucherzentrum angeschlossen.

Webseite: www.sorvekeskus.ee

Hochseeausflug auf dem Schoner Hoppet: Das ist was ganz Spezielles: Auf der Hoppet, einem wunderschön restaurierten Segelschiff (Schoner) kann man die Ostsee rund um Saaremaa in der denkbar schönsten Form erkunden. Das 1926 erbaute Holzschiff bietet Platz für bis zu 50 Personen und ist ausgestattet mit allem Schnickschnack. Darunter ein Salon, sieben Kabinen für Übernachtungen, Küche, Bar usw. Heißt: Die Hoppet ist voll ausgestattet für Charterfahrten in größerer Gruppe. Entsprechend häufig wird sie für Firmenfeiern und Hochzeiten, aber auch für Konzerte gechartert. Telefonische Anfragen am besten unter (+372) 564 74466.

Webseite: www.purjelaevad.ee

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