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Einbahnstraße für die berühmteste Sehenswürdigkeit Englands

Stonehenge vor dem Neustart: vieles wird anders sein

Bekanntlich hat das Coronavirus in England ziemlich heftig gewütet. Umso behutsamer will man auf der Insel nun vorgehen, um kulturelle Schätze wie das legendäre Stonehenge wieder für Besucher zugänglich zu machen.

Stonehenge England Sehenswürdigkeit
Stonehenge, die berühmteste Sehenswürdigkeit Englands, steht vor der Wiedereröffnung.
(Foto: Kit Ko)
Momentan, so berichtet es der Guardian, hoppeln über das Areal fröhlich die Hasen. Erobern mussten sie sich das Terrain freilich nicht, denn der Mensch – sonst der Platzhirsch des Kulturerbes – ist seit Beginn des englischen Corona-Lockdowns Mitte März einfach weggeblieben.

Doch nun, da auch in England die erste Corona-Welle ihren Höhepunkt überschritten zu haben scheint, bereitet man sich rund um Stonehenge auf den Neustart vor. Es soll, es muss ja langsam weitergehen.

Stonehenge besuchten im vergangenen Jahr etwa 1,5 Millionen Menschen. Eine Zahl, die so gar nicht zum neuen Gebot von sozialem Abstand und größtmöglicher Vorsorge passen will. 1,5 Millionen Menschen, das wären Tausende im Schnitt – pro Tag versteht sich. Damit ist klar, dass sich auch in Stonehenge einiges am Ablauf wird ändern müssen.

Kate Mavor, Geschäftsführerin von English Heritage und damit so etwas wie die Chefin von Stonehenge, gibt sich keinen Illusionen hin. Alte Besucherrituale müssten auch hier einer „neuen Normalität“ geopfert werden. Alles andere sei abwegig, sagt sie.

Geplant ist der Neustart für Anfang Juli, sollten es die Corona-Zahlen in England bis dahin zulassen. Danach wird es wohl so sein, dass spontane Stonehenge-Besuche eher der Vergangenheit angehören.

Man wird dann für ein bestimmtes Zeitfenster im Voraus buchen müssen, was angesichts des wechselhaften englischen Wetters ein bisschen was von einer Lotterie haben dürfte. Das Kalkül dahinter: Hauptsache, ein um ein Vielfaches erhöhter Besucherzustrom stellt sich zukünftig auch an sonnigen Wochenenden nicht mehr ein. Corona hat schließlich das Kontrollmonster in uns geweckt.

Ferner sieht der Ablaufplan vor, dass man als Besucher vor Ort über eine Art Einbahnstraße durch das Areal gelotst wird. Umliegende Cafés sollen durch Catering-Stände im Freien ersetzt werden. Auch Souvenirläden wird es in der alten Form nicht mehr geben. Jedenfalls dann, wenn sie eng und verwinkelt sind.

Und auch für die Toiletten hat man sich bereits etwas einfallen lassen, um den geforderten Mindestabstand überall und lückenlos zu gewährleisten.

„Es wurde alles sehr, sehr sorgfältig durchdacht“, sagt Kate Mavor. Hört sich so an, als könne der Neustart kommen. Stonehenge wird dann zwar anders, aber immer noch eine großartige Erfahrung sein.

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sh

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