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Schwedische Verbraucheragentur übt Druck aus

Nach Kritik: SAS verspricht Rückerstattung an Passagiere

Die Fluggesellschaft SAS hat angekündigt, Passagiere, deren Flüge aufgrund der Coronavirus-Krise gestrichen wurden, zu entschädigen. Die Ankündigung kam nach massiver Kritik von der schwedischen Verbraucheragentur. Die Fluggesellschaft sagte jedoch, dass dies seine Zeit dauern werde.

SAS Flugticket Rückerstattung
Die Flugzeuge von SAS in diesem Jahr öfter am Boden als in der Luft. So ging es dank Coronakrise allen Fluggesellschaften weltweit. (Foto: SAS Group)
Aktuelle Entwicklung in Dänemark: Fluggesellschaften bekommen eine Frist gesetzt, um stornierte Flüge zurückzuerstatten

Die Verbraucheragentur kam zu dem Schluss, dass SAS zu lange gebraucht hat, um Passagiere zu entschädigen, deren Flüge aufgrund der Auswirkungen der Pandemie gestrichen wurden.

Die Fluggesellschaft wurde auch beschuldigt, diejenigen irrezuführen, die ihre Tickets über ein Reisebüro gekauft hatten, berichtete der Schwedische Rundfunk.

Die schwedische Verbraucheragentur begann im Frühjahr, die Praktiken von SAS zu untersuchen, und ihre Schlussfolgerungen wurden nun dem Verbraucherombudsmann (Konsumentombudsmannen) übergeben.

SAS könnte mit einer Geldstrafe oder der Aussicht auf ein Gerichtsverfahren rechnen.

Die Fluggesellschaft verteidigt sich gegen die Vorwürfe und teilte dem Schwedischen Rundfunk mit, dass die Rückerstattungen ausgezahlt werden.

„Jeder, der Anspruch auf eine Rückerstattung hat, wird sein Geld bekommen, aber leider wird es noch einige Zeit dauern“, sagte Karin Nyman, Kommunikationsmanagerin von SAS, gegenüber dem Schwedischen Rundfunk.

Anfang Juli wurde berichtet, wie SAS mit Rückerstattungsforderungen für Hunderte von gestrichenen Flügen überschwemmt worden sei.

„In fast drei Monaten haben wir fast 800 Flüge storniert, und dies hat dazu geführt, dass viele Kunden eine Entschädigung beantragt haben und Anspruch auf eine Rückerstattung haben. Leider wird es wesentlich länger dauern als üblich, und das bedauern wir natürlich“, sagte John Eckhoff, Kommunikationsleiter bei SAS in Norwegen.

Die Fluggesellschaft hatte rund 700.000 Kunden entschädigt, aber Tausende weitere warten noch immer auf Zahlungen. Rund 30 Prozent haben sich für einen Gutschein entschieden, der auf einem SAS-Flug in den nächsten 12 Monaten eingelöst werden soll.

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SAS ist eine der führenden Fluggesellschaften Europas und besteht aus zwei dänischen, zwei norwegischen und drei schwedischen Eigentümeranteilen.


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ap

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