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„Haben Corona-Welle nicht gesehen!“

Schwedens Ministerpräsident kritisiert Gesundheitsbehörden scharf

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven wirft den Gesundheitsbehörden seines Landes im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erhebliche Versäumnisse vor.

Stefan Löfven Lockdown Schweden
Schwedischer Ministerpräsident Stefan Löfven. (Foto: Victor Svedberg, CC BY-ND 2.0)
„Sie haben die Kraft des Virus eindeutig unterschätzt und so dazu beigetragen, dass die Pandemie wieder voll um sich greift“, sagte er zu Beginn dieser Woche in einem Interview.

„Ich glaube, viele Leute in den Gesundheitsbehörden haben die Welle vor sich schlichtweg nicht gesehen“, übte Löfven herbe Kritik am Vorgehen.

In Schweden wurden bislang über 300.000 Corona-Fälle registriert. Etwa 7.500 Infizierte sind an oder mit dem Virus verstorben.

Mehr noch: Im Vergleich zu den Nachbarländern Dänemark, Finnland und Norwegen ist die Todesrate in Schweden deutlich höher. Als Hauptgrund dafür wird angesehen, dass Schweden in der ersten Corona-Welle des Frühjahres 2020 auf umfassende Lockdown-Maßnahmen verzichtet hat.

Für seine Strategie erntete das Land zuletzt immer lautere Kritik aus dem Ausland. Inzwischen wird das öffentliche Leben aber auch hier deutlich eingeschränkt. Versammlungen wurden auf maximal 8 Personen beschränkt, Alkoholausschank nach 22.00 Uhr ist verboten.

Das Interview des schwedischen Ministerpräsidenten lässt nun den Schluss zu, dass er längst nicht mehr bereit ist, den Empfehlungen seiner Gesundheitsbehörden blind zu folgen. Der schwedische Corona-Winter dürfte lang und hart werden – auch politisch. Zeit Online berichtete.

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sh

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