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Neue Telefon-Aktion

Litauen: „Call Russia“ soll Wahrheit über Ukraine-Krieg nach Russland transportieren

Eine in Litauen gestartete Aktion mit dem Titel „Call Russia“ unternimmt seit heute den Versuch, in Russland verbreiteten / kursierenden Falschinformationen über den Ukraine-Krieg entgegenzutreten.

call russia telefon kampagne
Jetzt soll es das Telefon richten: Kampagne „Call Russia“ will Fehlinformationen des Kreml zum Ukraine-Krieg entgegentreten. (Foto: niekverlaan)

Nur nochmal zur Einordnung, über was wir hier reden: Putin verkauft seinen Angriffskrieg nach innen gerade als Friedensmission gegen eine mit Drogen vollgepumpte Nazi-Bande, die er beschuldigt, seit Jahren einen Genozid an seinen Landsleuten zu verüben.

Wenn man dann noch bedenkt, dass der ukrainische Präsident aus einer jüdischen Familie stammt, die mehrere Mitglieder im Holocaust verloren hat, fehlen einem die Adjektive, um das Bild zu beschreiben, das da zuletzt im Kreml aufgebaut und medial ins Volk getrichtert wurde.

Angesichts dieser schwierigen Ausgangslage will „Call Russia“ im Ausland lebende Russinnen und Russen dazu ermutigen, in den kommenden Tagen und Wochen millionenfach Landsleute in der Heimat anzurufen – und mit ihnen über die Situation in der Ukraine zu sprechen.

Laut CBS-News hoffen die litauischen Aktivisten, durch diesen direkten Kontakt das oben grob beschriebene Narrativ der russischen Staatsmedien zu umgehen bzw. es im Idealfall zu brechen.

Operativ greift die Initiative dafür auf eine Datenbank mit 40 Millionen russischen Telefonkontakten zurück. Diese werden nach dem Zufallsprinzip angezeigt, sobald man sich als Benutzer auf die Website der Kampagne einklickt.

Einer der Initiatoren von „Call Russia“ teilte nun mit, im Vorfeld selbst mit mehreren Personen in Russland über die Situation in der Ukraine gesprochen zu haben. Die Gespräche seien „sehr schwierig“ gewesen, geprägt von „radikal gegensätzlichen Ansichten – wie auf einem anderen Planeten“.

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