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Reiseziele in Lettland

Der Gauja-Nationalpark – Flusslandschaften und Ruinen

Der Natur- und Wandertourismus erfreut sich in Lettland immer größerer Beliebtheit. Der Gauja-Nationalpark ist das größte Naturschutzgebiet des Baltikums und gilt neben der Altstadt Rigas als wichtigstes Reiseziel Lettlands. Das Land bietet nahezu einzigartige Möglichkeiten, Badereisen und/oder Städtetouren mit einem Abstecher ins vielerorts unberührte, nicht selten atemberaubend schöne „Hinterland“ zu verbinden.

Gauja Flusslandschaft
Traumhaftschöne Flusslandschaft im Gauja-Nationalpark. (Foto: Mareks Steins)
Vor allem der „Gauja“ geizt nicht mit seinen Reizen. Das rund 9.000 Quadratkilometer große Schutzgebiet trägt den Namen des mit über 450 Kilometern längsten und gleichzeitig schönsten Flusses in Lettland.

Traumhaft schöne Flusslandschaften

Steilufer am Gaujafluss. (Foto: Sergei Gussev, CC BY 2.0)
Malerisch, teils unwirklich schön schlängelt sich die Gauja durchs bis zu 90 Meter tiefes Urstromtal, flankiert von mal mehr und mal weniger tiefem Rot des für die Region typischen Sandsteins. Eine Reihe von Aussichtspunkten gewähren besten Blick auf das über zig Jahrtausende gewachsene Zusammenspiel von Wasser und Fels.

Abseits des Flusses besticht das 1973 (als erstes in Lettland) gegründete Naturschutzgebiet durch seinen dichten und vor allem im Herbst äußerst farbenfrohen Waldbestand (ca. 50% des „Gauja“ sind bewaldet), durch Seen, Moore und kleinere Anhöhen. Idealer Lebensraum für mehr als 900 Pflanzen- und etwa 150 Vogelarten.

Zugang teilweise verboten

Burg Turaida Sigulda
Burg Turaida im Gauja, bei Sigulda. (Foto: Peter, CC BY-NC 2.0)
Entsprechend erhält man als Besucher auch nicht überall Zugang. Zu selten und wichtig sind einzelne Bestände und Lebensformen des Schutzgebietes, und man ist seitens der Parkverwaltung nicht bereit, diese dem wachsenden Druck des Tourismus‘ auszusetzen. Vorbildlich.

Zu entdecken gibt es in den überwiegend frei zugänglichen Bereichen des Nationalparks eh mehr als genug, wobei neben den bereits benannten Vorzügen landschaftlicher Art auch Geschichtliches bzw. Kulturelles eine große Rolle spielt.

Mühle Gauja
Mühle im Nationalpark Gauja.
An die 500 Bauten, Ruinen und Monumente wie Kirchen, Burgen, Landhäuser oder Mühlen befinden sich verteilt über die Region. Bei Araisi beispielsweise existiert eine dem steinzeitlichen Vorbild originalgetreu nachempfundene Pfahlbausiedlung.

Hinzu kommen mittelalterliche Burgruinen in Sigulda, Cesis und Turaida. Früher, als die drei Orte noch Segewold, Wenden und Treyden hießen, wurde die Gegend um sie herum auch „Livländische Schweiz“ genannt.

Ein bisschen Abenteuer muss sein

Gauja Nationalpark Bootstouren
Bootstouren-Anbieter im Gauja-Nationalpark. (Foto: Anna Gru)
Dass bei aller gebotenen Ehrfurcht vor den natürlichen und von Menschenhand geschaffenen Sehenswürdigkeiten des Nationalparks vor allem auch der pure Spaß seinen Raum hat, liegt beileibe nicht nur an den zahlreichen Wander- und Radwegen.

Angeboten werden zum Beispiel Floßfahrten auf der Gauja und als Highlight – man höre und staune – rasante Abfahrten in der Bobbahn von Sigulda, und zwar Sommer wie Winter. Für einen ordentlichen Schuss Adrenalin ist demnach gesorgt.

Der Gauja-Nationalpark liegt rund 60 Kilometer nordöstlich von Riga und ist sowohl per PKW als auch per Bahn bequem erreichbar. Vor Ort helfen mehrere Touristen-Informationszentren (u. a. in Sigulda und Ligatne) bei der allgemeinen Orientierung.

Wer mehrtägig plant, findet auf einem der zahlreichen Zelt- und Campingplätze Gelegenheit, auch die Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Wer es gern etwas weniger naturnah hat, kann sich beispielsweise in Sigulda oder Cesis ein Zimmer nehmen.

Weiterführende Infos:
www.entergauja.com/de (offizielle Webseite des Gauja-Nationalparks)

sh

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