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„Wenn das irgendwo auf der Welt gelingen kann, dann jetzt und hier.“

Schließt sich Nordeneuropa zu einer Digital-Union zusammen?

Am Freitag war Estlands Präsidentin Kersti Kaljulaid zu Staatsbesuch bei der norwegischen Premierministerin Erna Solberg. Man tauschte sich über Themen wie Sicherheitspolitik und die Bekämpfung des Klimawandels aus. So weit, so vorhersehbar.

Kersti Kaljulaid
Kersti Kaljulaid, Präsidentin von Estland, schlägt eine Digitale Union Nordeuropas vor. (Foto: Annika Haas / EU2017EE, CC BY 2.0)
Dann war da aber noch ein anderes Thema: die nicht minder vorhersehbare Digitalisierung nämlich, zu der die estnische Präsidentin aber eine ziemlich spektakuläre Idee im Gepäck hatte.

Ihr Vorschlag: Die Schaffung einer Digital-Union im Norden Europas. Bestehend aus Baltikum und Skandinavien.

Kaljulaid dazu: „Der globale Kampf gegen das Coronavirus zeigt uns doch, wie wichtig die Rolle der digitalen Technologie bei der Bewältigung solcher Krisen sein kann.“

Estland und Norwegen gehören global ohne jeden Zweifel zu den digitalen Vorreiterstaaten, was laut Kaljulaid nach der großflächigen Bündelung von Kompetenzen und weiteren Entwicklungsschritten schreie.

„Wenn das irgendwo auf der Welt gelingen kann, dann jetzt und hier in dieser Region“, so Kaljulaid weiter, die davon überzeugt ist, dass eine solche Union „der gesamten Region einen immensen wirtschaftlichen Vorteil verschaffen“ könne.

Geregelt sein müsse dafür laut einem Bericht der Baltic Times ein sicherer, grenzüberschreitender Verkehr von Daten und Onlinediensten.

Ein gutes gesetzliches Rahmenwerk vorausgesetzt, so Kaljulaid, hätten die beteiligten Staaten die Chance, die gewaltigen Möglichkeiten der digitalen Technologie in vollem Umfang auszuschöpfen – ganz anders, als es Land für Land der Fall ist.

Wahrscheinlich ging dabei auch eine indirekte Botschaft an den Rest Europas. Diese lautete: Aufwachen!

sh

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