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Gigantischer Fund

Archäologische Sensation vor den Toren von Stonehenge?

Britische Archäologen glauben, in unmittelbarer Nähe von Stonehenge eine (weitere) prähistorische Stätte gigantischen Ausmaßes entdeckt zu haben. Das schreibt die University of St Andrews in einer Pressemitteilung.

Archäologie Stronehenge University St Andrews
Die gelben Punkte markieren den Fundort, wobei Durrington Walls als großer brauner Kreis und Stonehenge oben links markiert sind. (Grafik: University of St Andrews)
Es handelt sich dabei um ein im Durchmesser etwa zwei Kilometer großes Ringsystem aus Schächten, das vor über 4.500 Jahren als Begrenzung und Schutz für einen womöglich heiligen Bereich im Zentrum der Anlage gedient haben könnte.

„Die Größe des Ganzen ist in Großbritannien definitiv beispiellos“, teilte der leitende Wissenschaftler Prof. Vince Gaffney von der University of Bradford in einer ersten Stellungnahme mit.

Auch die Schächte selbst müssen eine riesige Dimension gehabt haben. Den Untersuchungen zufolge hatten sie im Durchschnitt eine Breite von etwa zehn Metern und eine Tiefe von rund fünf Metern.

Demnach müssen anno dazumal gewaltige Mengen Erde bewegt worden sein, um das System entstehen zu lassen.

Die Schächte umgeben die alte Siedlung Durrington Walls, die lediglich drei Kilometer von Stonehenge, dem eigentlichen archäologischen Highlight der Region, entfernt liegt.

Durrington Walls
Die Schächte umgeben die alte Siedlung Durrington Walls. (Grafik: University of St Andrews)
Entsprechend verwundert sind die Fachleute. Gaffney dazu: „Die Gegend um Stonehenge gehört eigentlich schon lange zu den am besten untersuchten archäologischen Landschaften der Erde.“ Mit einem derartigen Fund sei gerade in dieser Region nicht zu rechnen gewesen.

Letztlich war es der Einsatz allerneuester Technologie, der die Fachwelt eines Besseren belehrt haben könnte. „Es ist bemerkenswert, dass durch den Einsatz moderner Apparaturen noch immer solch massive prähistorische Strukturen entdeckt werden können“, so Gaffney weiter.

Das Bemerkenswerte daran: Die Gruben und Schächte waren schon vorher bekannt. Es sei jedoch zunächst nicht gelungen, darin eine prähistorische Stätte zu erkennen.

„Nur durch geophysikalische Untersuchungen konnten zwischen einzelnen Fragmenten des Systems die notwendigen Verbindungen festgestellt werden.“ Am Ende zeigte sich laut Gaffney dann „eine gigantische Dimension.“

Nun seien „ordnungsgemäße Ausgrabungen“ erforderlich, um die genaue Beschaffenheit des Schachtsystems zu entschlüsseln.

Auf Stonehenge und Umgebung kommen nun spannende Wochen und Monate zu. Gut möglich, dass man sich am Ende den Bus wird teilen können, um Englands größte prähistorische Stätten zu besuchen.

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sh

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