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Von der Nordsee bis zur Ostsee

Familienstrände in Dänemark: unsere Top 4-Regionen

Strände in Dänemark
Der schier unendliche Henne Strand, Henne Kirkeby, Nordseeküste. (Foto: Sven Huls)

Zusammenfassung:

  • Dänemark bietet ideale Bedingungen für einen entspannten Familien-Strandurlaub – Sauberkeit und Sicherheit stehen überall an erster Stelle.

  • Die Badesaison ist durch das nordische Klima in der Regel relativ kurz: von Ende Juni bis etwa Mitte August.

  • Die Strandauswahl ist bei gut 7.500 Kilometern Küste derart riesig, dass sich der Artikel auf 4 Zielregionen konzentriert – Kopenhagen, Westküste, Süd-Seeland und die dänische Riviera.

  • Allgemein: So gut wie alle Strände in Dänemark sind kostenfrei zugänglich, Leinenpflicht für Hunde besteht von Anfang April bis Ende September.

Man stelle sich einen Moment lang folgenden Ort vor: Feinster Sand, meterhohe Dünen – teils grasbewachsen. Es herrschen angenehm warme Sommertemperaturen unter graublau strahlendem Himmel. Dazu eine frische Brise und das Meer, das mit gut 20 Grad nicht zu warm, aber auch nicht zu kühl ist. Und ringsherum ist alles sauber, sicher, freundlich, einladend.

Reine Vorstellung? Nur ein Traum? Nein, nicht in Dänemark, wo dieses Bild vom Strand erfreulich oft der Realität entspricht. Daher verwundert nicht, dass Strandurlaub in dem skandinavischen Land gerade bei Familien mit Kindern einen hohen Stellenwert genießt.

Aber Dänemark hat seinen Besucherinnen und Besuchern auch fast 7.500 Kilometer Küste zu bieten, weshalb ein wenig Einkreisung bei der Suche nach den besten Sonnenplätzen sinnvoll ist.

Daher haben wir unsere Top 4-Regionen zu einem Beitrag gebündelt und kompakt beschrieben. Lage, Besonderheiten usw. – alles im Blick für die Urlaubsplanung. Denn der Sommer ist nicht mehr weit… Zunächst aber ein bisschen Hintergrundwissen zu dänischen Stränden:

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  • Keine Kurtaxe: Alle uns bekannten Strände in Dänemark sind frei zugänglich. Eine Kurtaxe wie vielerorts in Deutschland entfällt.

  • Kurze Badesaison: Bedingt durch das nordische Wetter ist die Badesaison in Dänemark recht kurz. Viele Strände sind nur von Ende Juni bis Mitte August für Badefreunde zu empfehlen – im Hochsommer eben.

  • Rettung in der Not: Die meisten Großstrände Dänemarks sind auch nur in der kurzen Hochsommerperiode bewacht bzw. mit Teams von Rettungsschwimmern besetzt.

  • FKK willkommen: Nacktbaden ist in Dänemark fast überall erlaubt. Es wird jedoch um Rücksichtnahme gebeten, falls es beispielsweise von Familien mit Kleinkindern als störend empfunden wird.

  • Hunde an die Leine: Von Anfang April bis Ende September gilt für Hunde auf allen dänischen Stränden Leinenpflicht. Andernfalls drohen empfindliche Geldbußen in Höhe von fast 300 Euro.

Die dänische Riviera

Nur gut eine Stunde nördlich von Kopenhagen bietet die Nordküste von Seeland perfekte Badebedingungen. Dieser Teil der dänischen Riviera (zu der ansonsten noch die Inseln Lolland, Falster und Møn gehören) ist ein ziemlich exklusives Fleckchen Erde. Zu erkennen ist das auch an der Vielzahl herrschaftlicher Sommerhäuser und Hotels.

Dänische Riviera Strände
An der Dänischen Riviera in Nordseeland. (Foto: Guillaume Baviere, CC BY-SA 2.0)
Hier findet sich direkt hinter einem Waldgebiet der Rørvig-Strand, einer der beliebtesten und schönsten in Dänemark. Er ist mit seinem seichten, offenen Zugang zum Wasser eine Topadresse für Familien mit Kindern – ein echter Plantsch-Strand. Die Dünen und Übergänge zu den Parkplätzen sind auch eher flach, sodass anstrengende Kletterpartien mit Sack und Pack eigentlich keine Rolle spielen.

Selbiges gilt auch für den flachen Lynæs-Strand, der sozusagen auf der anderen Seite des Isefjords liegt. Hier kann man nicht nur sonnenbaden, sondern tageweise auch richtig gut windsurfen, wenn es die Bedingungen zulassen.

In dieser Region ebenfalls hervorzuheben ist der Hornbæk-Strand, auf den der Riviera-Begriff wahrscheinlich am besten zutrifft. Auch er ist bei Familien mit Kleinkindern sehr beliebt. Und er ist im Vergleich zu Rørvig und Lynæs quasi mitten im Leben, da sich das Städtchen Hornbæk direkt im Rücken des Strandes befindet.

Die Gemeinde bietet wunderbare Gelegenheiten zum Shoppen. Viele Boutiquen und Läden verkaufen hochwertige Produkte aus regionaler Herstellung. Jäger von Kunst, Accessoires und Mode dürften sich hier sehr wohl fühlen. Dazu gibt es einen schönen Yachthafen. Riviera eben.

Nahbereich Kopenhagen

Der Amager-Strandpark ist in den Sommerwochen einer der beliebtesten Treffpunkte in Kopenhagen. Der saubere Strand ist Teil der Südinsel der Hauptstadt und recht zentrumsnah gelegen.

„Beach Boys“ von Amager. (Foto: Glen Hodson)
Er besteht aus einem eher naturbelassenen Bereich im nördlichen Teil und einem bebauten Bereich mit schönen Picknickplätzen im Süden, wo sich auf der Rückseite des Strandes die Grünflächen befinden.

Als Attraktion am Ende des Strandparks dienen das hochmoderne Nationalaquarium Dänemarks und ein wenig vorgelagert der Kastrup-Hafen, wo es auch ein paar Essgelegenheiten gibt.

Dänische Westküste/Nordsee

Auch die Strände entlang der Westküste Dänemarks sind etwas Besonderes. Es gibt hier Dutzende, die zu empfehlen sind. Der Blåvand-Strand beispielsweise liegt ganz in der Nähe des Leuchtturms Blåvandshuk, der auf unzähligen dänischen Postkarten abgebildet ist.

Blåvand Strand Dänemark
Am Blåvand-Strand. (Foto: Stefan Pasch)
Die Gegend um den Strand ist schön beschaulich. Große Städte und viel Verkehr gibt es in der Region nicht. Dafür aber den kleinen, idyllischen Blåvand-Zoo und mit dem Badeland Blåvand ein Erlebnisbad, das Kinderaugen funkeln lässt – falls der Strand mal nicht ausreicht.

Etwa 40 Kilometer nördlich gibt es den Søndervig-Strand, den die Dänen in der landesinternen Beliebtheitsskala auf Platz 1 gewählt haben. Die hier maßangefertigten Kunstwerke des jährlichen Sandskulpturenfestivals gehen regelmäßig als wahre Bilderflut um die Welt.

Praktisch ist, dass sich viele Ferienhäuschen direkt im Rücken des Strandes befinden, sodass man von hier aus fußläufig in wenigen Minuten am Meer ist. Es gibt außerdem noch einen Golfplatz, einen Fahrradverleih und ein Spaßbad für Kinder – jede Menge Entertainment also.

Seeland/Ostsee

Im Süden der bei Touristen sehr beliebten Region Seeland (Sjælland) führt an zwei Stränden kein Weg vorbei: Marielyst und Hestehovedet.

Maryliest Strand
Strand in Maryliest: Familien- und Kinder-Paradies. (Foto: Lars Plougmann, CC BY-SA 2.0)
Der Marielyst-Strand bei Nykøbing Falster ist ein sehr kinderfreundlicher Strand, der mit seichtem Wasser und sommerlich warmen Wassertemperaturen punktet. Ein wunderbarer Punkt zum Bau von Sandburgen oder zum Schwimmenlernen. Zur Sicherheit ist der Rettungsschwimmerturm im Hochsommer täglich von 11.00 bis 19.00 Uhr besetzt.

Im direkt an den Strand angrenzenden Touristenort Marielyst kann es (wie am gleichnamigen Strand) durchaus voller werden in der Hauptsaison. Dafür gibt es jede Menge Restaurants und Unterkünfte. Es gleicht sich halt alles irgendwo aus.

Ebenfalls sehr kinderfreundlich ist der von Marielyst etwa 70 Kilometer westlich gelegene Hestehovedet-Strand. Das Wasser ist auch hier kinderfreundlich seicht, und es gibt mit dem zweitlängsten Badesteg Dänemarks eine echte Attraktion, auf der man trockenen Fußes fast 200 Meter in die See gehen kann.

Der recht kleine Strand ist Teil eines schönen Naherholungsgebiets rund um die Marktstadt Nakskov. Viel regionale Küche, ein Yachthafen, Freizeitgestaltung mit Beachvolleyball, Minigolf etc. – hier lässt es sich auch außerhalb der See wunderbar aushalten.

Für Hundebesitzer: Das Areal rund um den Strand ist Vogelschutzgebiet. Daher bitten die Behörden hier besonders um Vorsicht und Einhaltung der Leinenpflicht, die jährlich vom 1. April bis zum 30. September gilt.

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