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Nach rund 1.000 Jahren

Dänemark: Zwei verwandte Wikingerkrieger wiedervereint – Seit an Seit im Museum

Nach ihrer rund 1.000-jährigen Trennung wurden am Mittwoch dieser Woche im dänischen Nationalmuseum zwei Wikingerkrieger aus ein und derselben Familie wiedervereint. Ihre Skelette werden nun Seit an Seit in Kopenhagen ausgestellt.

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Quelle: National Museum of Denmark/Nationalmuseet i København

Möglich gemacht hatte die Wiedervereinigung laut AFP-Bericht eine DNA-Analyse, mit deren Hilfe das Verwandtschaftsverhältnis zweifelsfrei festgestellt werden konnte. Das war auch nötig, denn die beiden Krieger lagen nach ihrem Tod Hunderte von Kilometern voneinander entfernt begraben.

Der eine soll im 11. Jahrhundert im Alter von etwa 20 Jahren in England an schweren Kopfverletzungen verstorben sein. Beigesetzt wurde er danach in einem Massengrab in Oxford. Der andere verstarb hingegen in Dänemark, als er etwa 50 Jahre alt war. Auch sein Skelett weist die Kampfspuren eines Kriegers auf.

Durch eine DNA-Kartierung von Skeletten aus der Wikingerzeit (8. bis 12. Jahrhundert) bemerkten Forscher dann zuletzt eher zufällig die Verwandtschaft der beiden Krieger. „Das ist eine große Entdeckung, weil man jetzt die Bewegungen einer Familie über Raum und Zeit hinweg verfolgen kann“, teilte Archäologin Jeanette Varberg vom dänischen Nationalmuseum in einem Statement mit.

Das exakte Verwandtschaftsverhältnis lässt sich allerdings nicht ermitteln. Den DNA-Spuren zufolge könnte es sich um Halbbrüder, Großvater und Enkel oder Onkel und Neffe gehandelt haben.

„Ob beide zur gleichen Zeit gelebt haben, ist schwierig zu sagen, da man in den Gräbern kein Material gefunden hat, das eine genauere Datierung zuließe“, teilte Varberg mit. Die mögliche Zeitspanne betrage etwa 50 Jahre.

Auch was der genaue Anlass der Tode war, tappen die Wissenschaftler im Dunkeln. Im Falle des Wikingers aus Oxfordshire gibt es zwei Theorien: Entweder der Krieger verlor sein Leben bei einem Wikingergefecht auf englischem Boden.

Oder aber er wurde infolge eines königlichen Erlasses ermordet. Schließlich hatte King Æthelred (ca. 969 bis 1016 n. Chr.) im Jahr 1002 verfügt, landesweit alle Dänen töten zu lassen. Auch dies könnte für den Wikinger im Massengrab geendet haben.

Im Hier und Heute muss die Wiedervereinigung der beiden jedoch nicht für immer Bestand haben. Denn die 150 Knochen des in England gefundenen Wikingers sind vom Oxfordshire Museum für lediglich drei Jahre nach Dänemark ausgeliehen. Danach wird man sehen müssen.

Falls Sie selbst mal sehen wollen, wie es den beiden Kriegern geht: Hier der Link zum dänischen Nationalmuseum.

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sh

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