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Der kleine Grenzverkehr

Schwedische Geschäfte vermissen ihre finnischen Kunden

Die finnische Morgenzeitung Lapin Kansa berichtete Anfang der Woche, dass die Geschäfte in der schwedischen Grenzstadt Haparanda die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und durch sie verursachte Reisebeschränkungen deutlich zu spüren bekommen.

Haparanda Bahnhof
Am Bahnhof von Haparanda ist schon seit 1992 nichts los. Der damals stillgelegte Bahnhof wird ab 2021 vielleicht wieder in Betrieb genommen. (Foto: TeVe, CC BY-SA 3.0)
Die Ikea-Filiale der Stadt sei viel ruhiger als sonst, weiß der Marketingleiter des örtlichen Möbelhauses, Henrik Eneros.

„Die Kaufgewohnheiten unserer Kunden haben sich geändert. Wir erhalten viele Online- und Telefonbestellungen, die wir an die finnische Seite liefern“, sagte er der Zeitung.

Der Coop-Supermarkt der Stadt vermisst auch seine grenzüberschreitenden Kunden, von denen viele von dem neuen Schnapsladen nebenan angelockt worden waren.

Filialleiter Christer Lundqvist sagte Lapin Kansa, die Ungewissheit, wie lange die Reisebeschränkungen dauern könnten, mache ihn nervös.

„Hoffentlich wird dieser durch das Coronavirus verursachte Stopp nicht sehr lange andauern. Im Sommer kommen zusätzlich zu den Finnen auch Norweger in die Stadt, und sie zu verlieren, wäre ein großer Rückschlag“, sagte er.

„Im Sommer ist jede Woche wie die Weihnachtswoche“, fügte er hinzu.

Haparanda, finnisch Haaparanta, ist eine nordschwedische Kleinstadt am Bottnischen Meerbusen mit rund 6.700 Einwohnern. Mit der auf finnischer Seite gelegenen Stadt Tornio bildet Haparanda eine Zwillingsstadt.

ap

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