Universitätskrankenhaus in Göteborg

Masern in Schweden – Krankenhaus empfiehlt, nicht ins Krankenhaus zu gehen

| 9.01.2018 - 12:26 Uhr

Das Sahlgrenska-Universitätskrankenhaus in Göteborg hat am gestrigen Montag öffentlich darum gebeten, ihr Hospital nicht zu betreten, es sei denn, es ließe sich nicht vermeiden. Hintergrund ist die ungewöhnlich hohe Anzahl von Ansteckungen mit Masern in dem Krankenhaus. Das berichtete gestern das Nachrichtenportal The Local Sweden.

Krankenhausessen. Symbolbild. Masern

Krankenhausessen. Symbolbild. (Foto rawpixel)


Der erste Fall der Maserninfektion wurde am 10. Dezember 2017 registriert, inzwischen sind bis einschließlich Montag 22 Fälle bekannt geworden.

„Wir sehen nun mehr und mehr Fälle und es ist deutlich, dass der Masernausbruch noch nicht vorbei ist“, teilte das Göteborger Universitätskrankenhaus mit. Woher der plötzliche Anstieg der Infektionen kommt, können die Experten nicht erklären.

„Diejenigen, die ins Krankehaus müssen, können natürlich wie immer hingehen. Allerdings möchten wir in dieser Situation gerne die Zahl der Familien- und Krankenbesuche reduzieren.“, sagte der ärztliche Direktor des Krankenhauses, Björn Andersson, in der Stellungsnahme der Uniklinik.

Das Krankenhaus bat alle, die glauben, Masernsymptome zu haben, nicht ins Krankenhaus zu kommen, sondern die Hotline 1177 anzurufen.

Die ersten Symptome sind hohes Fieber, starker Husten und gerötete Augen, gefolgt von Hautausschlag.

In Schweden wird seit 1971 gegen Masern geimpft. Seit 1982 im Rahmen einer MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln). Über 97 Prozent der heute Zweijährigen ist gegen Masern geimpft.

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung ab dem 11. Lebensmonat. Das schwedische Impfprogramm beginnt die erste Impfung mit 18 Monaten.

ap

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