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Rauschmittel mit Heileffekt

Schottland: Erste Cannabis-Klinik kann nach grünem Licht der Behörden öffnen

Bereits im November 2018 wurde Cannabis als medizinisches Behandlungsmittel in Großbritannien legalisiert – in speziellen Fällen jedenfalls. Nun der nächste Schritt: Die Aufsichtsbehörden haben einer ersten medizinischen Cannabis-Klinik auf schottischem Boden grünes Licht erteilt.

Medizinisches Cannabis Legalisierung
Cannabis kann für eine Vielzahl von Erkrankungen in Betracht gezogen werden, z.B.: Epilepsie, Arthritis oder schwere Angstzustände. (Symbolbild: Shelby Ireland)
Mit der Aufgabe der Patientenversorgung wird laut einem Bericht des Daily Record demnächst die Sapphire Medical Clinic in Stirling betraut sein. Sie ist dann autorisiert, Patienten den sicheren und medizinisch ratsamen Zugang zu Cannabis zu ermöglichen, das ja in erster Linie als Rauschmittel bekannt ist.

Schon in den nächsten Tagen wird die Privatklinik damit beginnen, virtuelle Beratungstermine zu vergeben. Der persönliche Kontakt zu Patienten scheidet wegen der Corona-Situation leider noch auf unabsehbare Zeit aus, heißt es in schottischen Medienberichten.

Cannabis-basierte Medikamente können für eine Vielzahl von Erkrankungen in Betracht gezogen werden: darunter Epilepsie, Arthritis oder schwere Angstzustände.

Die Präparate werden häufig als Alternative zum schulmedizinischen Standard herangezogen. Also dann, wenn herkömmliche Behandlungen nicht zum gewünschten Erfolg geführt bzw. nicht zur Symptomlinderung beigetragen haben.

Oder aber in Fällen, wo die Nebenwirkungen pharmazeutischer Standardpräparate in keinem gesunden Verhältnis zur angestrebten Symptomlinderung stehen.

Die Klinik in Stirling wird auch ein Programm anbieten, das finanziell schlecht ausgestatteten Patienten helfen soll, die Kosten für die oft teure Behandlung zu stemmen. Besuche der Klinik müssen grundsätzlich ins UK Medical Cannabis Registry eingetragen werden.

Dr. Mikael Sodergren, Geschäftsführer von Sapphire Medical, kommentierte die behördliche Entscheidung wie folgt: „Wir freuen uns sehr, die erste Klinik dieser Art zu sein, die bei Healthcare Improvement Scotland (HIS) im Rahmen von Cannabis-Behandlungen registriert ist.“

Alle zukünftigen Behandlungsergebnisse würden detailliert erfasst, so Sodergren, um einen wichtigen Beitrag zum Nachweis der medizinischen Wirkung von Cannabis-Präparaten zu leisten. Dies könne Schritt für Schritt mehr Menschen die Möglichkeit bieten, von Cannabis als Behandlungsoption zu profitieren.

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sh

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