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450 Welpen in freie Wildbahn entlassen

Norwegen: Vor 20 Jahren fast ausgestorbener Polarfuchs hat endlich wieder eine Chance

Anfang der 2000er Jahre sah es für den Polarfuchs im hohen Norden Europas alles andere als gut aus. Damals zählten Tierschützer in Finnland, Schweden und Norwegen zusammen gerade noch 50 freilebende Exemplare – zu wenig für den Erhalt der Art.

Polarfuchs Norwegen
In den letzten zwanzig Jahren wurden in Norwegen mehr als 450 Polarfuchswelpen gezüchtet und in die freie Wildbahn entlassen. (Foto: Jonatan Pie)
In der Folge wurde 2003 ein Aufzuchtprogramm ins Leben gerufen, das inzwischen zu einer sichtbaren Entspannung der Situation geführt zu haben scheint. Jedenfalls konnten bis dato rund 450 Fuchswelpen in die freie Wildbahn entlassen werden. Der Bestand erholt sich langsam, aber beständig.

Laut Euronews sind erst kürzlich neue Jungtiere in den Bergen von Troms freigelassen worden – ein Gebiet, in dem früher viele Artgenossen lebten und wo es aus dieser Zeit noch so etwas wie eine intakte „Infrastruktur“ aus verlassenen Fuchsbauten gibt. Heute ein idealer Ort für den Neustart.

„Das Gebiet, in das wir gehen, wurde früher in der Tat von zahlreichen Polarfüchsen bewohnt“, bestätigt ein Sprecher der norwegischen Umweltschutzbehörde. „Jetzt setzen wir die Tiere genau dort aus. Und zwar in der Hoffnung, dass sie schnell heimisch werden und eine neue Ära gründen.“

Aber: Die Situation bleibt angespannt, denn die Zahl der erwachsenen Tiere ist insgesamt noch gering. Zwar konnten im vergangenen Jahr von den Tierschützern 54 Würfe registriert werden, immerhin die zweitgrößte Zahl seit Beginn des Zuchtprogramms.

Dennoch „wird die Gesamtzahl der Polarfüchse in den drei skandinavischen Ländern heute auf nicht mehr als 500 erwachsene Tiere geschätzt“, so eine an dem Programm beteiligte Wissenschaftlerin. Daher liege noch viel Arbeit vor allen Beteiligten, bis Entwarnung gegeben werden könne.

Um die Überlebenschancen der Tiere nach der Auswilderung zu erhöhen, werden in der Nähe der Freilassungsorte zusätzliche Futterstationen und künstliche Höhlen eingerichtet. Man muss dem Polarfuchs weiter die Daumen drücken.

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