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„Feuer an Bord ausgebrochen“

Norwegisches Handelsschiff bei Raketenangriff der Houthi-Miliz im Roten Meer getroffen

Das Chemikalientankschiff „Strinda“ der im norwegischen Bergen ansässigen J. Ludwig Mowinckels-Rederei ist bei einem Raketenangriff im Roten Meer beschädigt worden. Bei der gezielten Attacke der Houthi-Miliz sei allerdings niemand verletzt worden, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit.

Strinda Schiff Norwegen 1
Die „Strinda“ wurde am Montagabend Ziel eines Raketenangriffs der Houthi-Rebellen. (Foto: AS J. Ludwig Mowinckels Rederi)

Der Vorfall ereignete sich am Montagabend etwa 60 Seemeilen nördlich der Straße von Bab al-Mandab vor der Küste Jemens. „Wir wurden darüber informiert, dass die Strinda von einer Rakete getroffen wurde und dass an Bord ein Feuer ausgebrochen ist“, heißt es in der Erklärung.

Nach Angaben des US-Zentralkommandos für den Nahen Osten handelte es sich bei dem Geschoss um einen Anti-Schiffs-Marschflugkörper. Laut NRK.no wird der fast 150 Meter lange Tanker zur Stunde in einen sicheren Hafen eskortiert.

Klare Warnung an alle Schiffe, die Israel ansteuern – nur fuhr die Strinda nach Italien

Die Houthi-Miliz hat im Rahmen des Konflikts zwischen der Hamas und Israel internationale Schiffe ins Visier genommen. Erst am Samstag hatte die pro-iranische Bewegung bekanntgegeben, in allen Schiffen, die Israel ansteuern, potenzielle Ziele zu sehen – unabhängig von ihrer Nationalität.

Nach Angaben der betroffenen Reederei steuerte das Schiff allerdings nicht Israel an, sondern Italien. Die als Huthi bekannte politisch-militärische Bewegung, die sich selbst Ansar Allah – „Helfer Gottes“ – nennt, ist eine Bürgerkriegspartei im Jemen.

Die Huthi verstehen sich als pro-iranischer Teil einer Achse des Widerstands gegen den Westen und das Land Israel. Die im Besitz der Huthis befindlichen Raketen sollen im Wesentlichen im Iran hergestellt worden sein, dem erklärten Todfeind Israels.

Hintergrund: Der Bab al-Mandab – das „Tor der Tränen“ – ist eine weniger als 30 Kilometer breite Meerenge, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Aufgrund der Lage ist es einer der wichtigsten und zugleich gefährlichsten Seewege weltweit.

Unser Geographie-Quiz: Norwegen und seine Landschaft

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