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Luftfahrt in Norwegen

Er verjagt Vögel und beseitigt Fremdkörper von der Landebahn: Roboter arbeitet am Flughafen Stavanger

Der norwegische Flughafenbetreiber Avinor beschäftigt neuerdings einen Roboter am Flughafen Stavanger, der den Menschen dabei helfen soll, die Landebahnen zu sichern: Er verjagt Vögel, inspiziert Zäune und untersucht die Rollbahn auf Risse.

Roboter Roboxi Flughafen Stavanger
Der Roboter von Roboxi am Stavanger Flughafen, Sola. (Foto: Øystein Løwer / Avinor)
Der Roboter von der Größe eines Autos wurde von Roboxi, einem Start-up-Unternehmen mit Sitz in Forus, einem Industriegebiet Stavangers, entwickelt und hergestellt.

„Der Roboter ist mit Kameras und Sensoren ausgestattet und wird unter anderem in der Lage sein, die Landebahnbefeuerung zu überprüfen“, sagt Magnus Olsen Finnesand, Mitbegründer von Roboxi.

„Er wird in der Lage sein, Vögel aufzuspüren und zu verjagen, Fremdkörper, die Flugzeuge beschädigen können, zu erkennen und zu entfernen, Zäune zu inspizieren und Risse in der Rollbahn zu erkennen. Er wird zunächst von einem Bediener über ein Steuerpult ferngesteuert und kann sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h fortbewegen“, so Finnesand weiter.

In Zukunft soll er auch autonom fahren können, laut einer Mitteilung von Avinor.

Nach Auskunft des Unternehmens handelt es sich um ein Pilotprojekt, das Teil des Technologieportfolios von Avinor ist und von der norwegischen Regierung durch das Innovation Norway-Programm gefördert wird.

Roboxi Roboter Avinor Steuerung
Von hier aus wird der Roboter am Flughafen Stavanger gesteuert. Autonomes Fahren soll in Zukunft folgen. (Foto: Øystein Løwer / Avinor)
Der Roboter ist ein Versuch des Flughafenbetreibers, Arbeiten, die traditionell von Menschen ausgeführt werden, zu digitalisieren und zu automatisieren.

Das Projekt sieht den Einsatz von künstlicher Intelligenz und 5G-Technologie vor, um die vom Roboter gesammelten Daten zu verarbeiten. Dies soll dazu beitragen, einige der zahlreichen Aufgaben, die derzeit vom Platzwartdienst ausgeführt werden, zu rationalisieren, teilt Avinor mit.

Bedarf an höherer Kapazität für die Datenübertragung in der Luftfahrt

Durch die ständig wachsende Aktivität in der Luftfahrtindustrie mit mehr Passagieren und mehr Fracht, bestehe bei Avinor ein immer größer wedender Bedarf an Informationsverarbeitung.

„Darüber hinaus sehen wir einen zunehmenden Einsatz von autonomen Fahrzeugen und Drohnen sowie den Bedarf an fortschrittlichen Sensoren und einer zuverlässigen Kommunikationsinfrastruktur, die für die Zukunft der Luftfahrt von entscheidender Bedeutung sind“, sagt Lars Vågsdal, Technischer Direktor bei Avinor.

„Wir werden 5G nicht nur nutzen, um auf das Internet zuzugreifen. Die Technologie wird in die bestehende Kommunikationsinfrastruktur integriert […]. Dazu gehört auch die Kommunikation mit dem Roboxi-Roboter“, erklärt Vågsdal.

Das 5G-Projekt ist ein separates Forschungsprojekt, das in Zusammenarbeit mit dem Telekommunikationsunternehmen Telia durchgeführt wird.

Der Roboter muss Wind und Wetter trotzen können

Roboter Flughafen  Stavanger Sola
Der Roboter eilt am Flughafen Stavanger Sola zum Einsatz. (Foto: Øystein Løwer / Avinor)
Zusätzlich zu den Tests in Stavanger wird der Roboter auch in Alta getestet, einer Stadt nördlich des Polarkreises, wo die klimatischen Bedingungen etwas anders und anspruchsvoller sind als in im südnorwegischen Rogaland.

„Es ist wichtig, den Roboter zusammen mit der Betriebsorganisation sowohl in Sola als auch in Alta gut testen zu können“, sagt Stig Jone Nevland, Leiter der Flugbahnsicherung bei Avinor.

„Je näher wir am tatsächlichen Betrieb testen können, desto klarer wird das Feedback sein.“

Es werde noch viele andere Aufgaben geben, die der Roboter in Zukunft übernehmen könnte. „Es ist sehr erfreulich, dass die Flughäfen sich so positiv an der Erprobung einer neuen Technologie beteiligen“, fügt Stig Jone hinzu.

Avinor ist für 43 staatliche Flughäfen und die Flugsicherungsdienste für die zivile und militärische Luftfahrt in Norwegen zuständig. Sollte die Tests zufriedenstellend verlaufen, werden viele der Flughafen-Roboter in Norwegen gebaut werden müssen.

PRESSEKLIPP ROBOXI ØYSTEIN LØWER AVINOR from Avinor on Vimeo.

Unser Geographie-Quiz: Norwegen und seine Landschaft

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1 Kommentar
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Dominik
Dominik
16. Oktober 2023 10:06

An diesen Punkt denkt man sich schon was, da muss jemand am anderen Ende sitzen und dieses blöde Fahrzeug kontrollieren, es muss mit 5G Frequenzen verbunden sein, es sieht wie ein Spionage Gerät aus, die Menschen müssen mit diesen teils bedenkliche elektromagnetische Strahlung zurecht kommen, auch völlig verkehrt jemand als Fahrer einfach einzuziehen, der im Auto sitzt? Klarheit über 5G gibt es auch nicht. Aber alles muss mit 5G verbunden sein.