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Globales Vorreiterprojekt

Norwegische Regional-Airline peilt vollelektrische Flüge ab 2026 an

Die norwegische Regionalfluggesellschaft Widerøe hat sich mit Rolls-Royce und Flugzeugbauer Tecnam zusammengetan, um ein vollelektrisches Passagierflugzeug für den Kurzstrecken-Pendlermarkt zu entwickeln.

Elektroflugzeug Norwegen
Elektroflugzeug nach dem Design von Tecnam. (Grafik: Tecnam, Rolls-Royce)
Dem Plan zufolge sollen die ersten „nicht-fossilen“ Flüge ab dem Jahr 2026 angeboten werden. Die Kapazität der Flugzeuge wird bei 9 Passagieren plus zwei Piloten liegen – passend eben zum Regionalverkehr. „Unser Plan zeigt, wie schnell neue Technologien entwickelt werden können und werden“, teilte Stein Nilsen, CEO bei Widerøe, optimistisch mit.

Prädestiniert ist Nordnorwegen für das Projekt deshalb, weil keine andere Region in Europa mehr Flughäfen mit täglichem Pendelverkehr aufweist. Die nördlichste Region Finnmark zum Beispiel ist flächenmäßig größer als Dänemark, hat aber nur rund 75.000 Einwohner – und 11 Flughäfen.

Vor der Corona-Pandemie wickelte Widerøe täglich rund 400 Flüge über 44 regionale Zielflughäfen ab. Gut zwei Drittel der Entfernungen betrugen weniger als 275 Kilometer. Dabei gab es auch Kurzstrecken, die zwischen Abflug und Landung gerade einmal 10 Minuten in Anspruch nahmen – ideales Terrain also für vollelektrischen Betrieb.

Norwegen hat laut einem Bericht des Barents Observer bereits angekündigt, dass alle Inlandsflüge bis 2040 emissionsfrei sein müssen. „Wir sind hocherfreut, dass man uns die Rolle des Startbetreibers angeboten hat.“

„Aber wir bleiben auch demütig angesichts der großen Herausforderungen, die es mit sich bringt, wenn man das erste emissionsfreie Flugzeug der Welt in Betrieb nehmen will“, heißt es in einem Statement von Widerøe.

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