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Regierung will noch mehr

Mautgebühren-Rekord in Norwegen

Vorläufige Prognosen, die Radio P4 von der norwegischen Straßenverwaltung erhalten hat, zeigen, dass Autofahrer auf norwegischen Straßen im Jahr 2022 Mautgebühren in Höhe von 13,1 Milliarden NOK (1,22 Mrd. Euro) gezahlt haben.

Das ist ein neuer Rekord.

Straßenmaut Norwegen
Mautstelle in Svinesund, Norwegen. (Foto: depositphotos.com)
Der bisherige Rekord stammt aus dem vorpandämischen Jahr 2019, – damals wurde 12,7 Milliarden an Maut eingenommen.

Ingunn Handagard, Pressesprecherin des norwegischen Automobilverbades (NAF), findet diese Entwicklung obszön.

„Dies ist ein Niveau, das nicht länger tragbar ist“, sagte sie im Gespräche mit dem Radiosender.

Sie verweist auf eine vom NAF durchgeführte Umfrage, aus der hervorgeht, dass jeder vierte Norweger mit der Mautgebühr zu kämpfen habe, wenn diese um mehr als 500 NOK steige.

„Das greift direkt in die Finanzen der Menschen ein“, sagt Handagard.

Der NAF fordert die Politik nun auf, an alternativen Finanzierungslösungen für neue Straßenprojekte zu arbeiten, um eine weitere Erhöhung der Mautgebühren zu vermeiden.

„Mautgebühren sollten nicht zur Finanzierung neuer Straßenprojekte verwendet werden, sondern eher als Verkehrsregelungsmaßnahme in den großen Städten“, sagt Handagard.

Der Wunsch nach niedrigeren Mautgebühren dürfte in naher Zukunft noch nicht erfüllt werden. Im Haushalt für 2023 will die Regierung 16 Milliarden an Mautgebühren kassieren, heißt es in dem Bericht von Radio P4.

Die aktuell kursierenden Zahlen sind Schätzungen und daher vorläufig, die norwegische Straßenverwaltung hat die endgültigen Zahlen für die Straßenmaut im Jahr 2022 für März angekündigt.

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