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Pelztierzüchter schimpfen

Norwegen wird Pelztierzucht verbieten

Die norwegische Regierung hat vergangenen Mittwoch einen detaillierten Plan vorgestellt, der vorsieht, die Pelztierzucht in Norwegen zu verbieten. Die Pelztierzüchter schimpfen auf die Regierung, nennen den Plan einen „historischen Verrat“. Die Züchter sollen finanziell entschädigt werden.

Nerzfarm
In der Alajärvi Nerzfarm, Finnland. Ein grausames aber vergleichweise harmloses Symbolbild. (Foto Tierschutzorganisation Oikeutta eläimille)

Wie die Nachrichtenagentur AFP letzte Woche berichtete, wurde dem Parlament ein Gesetzesentwurf vorgelegt, welcher den Besitz von Tieren, die dem Zweck dienen, für ihr Fell getötet zu werden, ab dem Jahr 2025 verbietet.

Der Vorschlag basiert auf einer Koalitionseinigung im Januar 2018 zwischen den drei Parteien – der konservativen Høyre, der rechtspopulistischen Frp und der liberalen Venstre – wobei die letztere, die kleinste der drei Parteien der Minderheitsregierung, auf dem Tierwohl bestand.

Während die Zuchtfarmer sich damit abgefunden haben, dass ihre Branche nach und nach aufgelöst wird, kritisieren sie die Entschädigungssumme seitens der Regierung als „historischen Verrat“.

„Uns hat man eine Handvoll Kronen angeboten, die Summe ist weit davon entfernt, den Verlust der Zuchtfarmen auszugleichen.“, sagte Guri Wordmahl, Sprecherin des Verbandes der norwegischen Pelztierzüchter Norges Pelsdyralslag, gegenüber AFP.

„Die Art und Weise des Gesetzesentwurfs wird die Farmer direkt in den Bankrott führen.“, sagte sie.

Die Regierung schätzt, dass sie den Züchtern 500 Millionen Kronen (52 Mio. Euro) als Ausgleich für die Auflösung oder eine Umwidmung der Farmen zahlen werde.

Nach Angaben von Norges Pelsdyralslag, beschäftige die Pelzfarmindustrie 500 Leute und mache einen Jährlichen Umsatz von 300 Millionen Kronen (31 Mio Euro).

Norwegen trägt etwa ein Prozent zur globalen Nerzfellproduktion bei, sowie drei Prozent zur Fuchsfellproduktion.

ap

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