Facebooktwitterpinterestrssinstagram

Touristisches Zentrum der Kurischen Nehrung

Nida – einfach mal bei Thomas Mann anklopfen

Nida ist trotz seiner (relativen) Abgelegenheit das touristische und kulturelle Zentrum der Kurischen Nehrung und – überhaupt – eines der beliebtesten Ziele in Litauen.

nida hafen
Im Hafen von Nida, Blick auf die weltbekannte Parnidis-Düne. (Foto: A. Knappe, Nordisch.info)
Die rund 1.500 Einwohner zählende Stadt liegt nur einen guten Steinwurf von der russischen Exklave Kaliningrad entfernt. Das Ende von Litauen sozusagen, zumindest aus geografischer Perspektive.

Geradezu malerisch erstreckt sich Nida vom Hafen aus leicht ansteigend die Nehrung hinauf. Als architektonisch prägend ist dabei der durchaus üppige Bestand an alten Fischerhäusern zu bezeichnen.

Auch deshalb bleibt Nida trotz der gerade ab dem Frühjahr stetig steigenden Besucherzahlen beschaulich und entspannt.

Ein bedeutender kultureller Anlaufpunkt der Stadt ist das ehemalige Sommerhaus von Thomas Mann, das der deutsche Literat in den frühen 30er Jahren für sich und seine Angehörigen zu nutzen wusste.

Heute beherbergt das Haus ein Museum und ist offen für Veranstaltungen sowie natürlich Besucher aus aller Welt.

In Nida ist es jedoch nicht nur die Stadt selbst, die auf ihre ganz eigene Art beeindruckt. Denn da gibt es ja auch noch ein Naturphänomen, das in zahlreichen Berichten über die Region als „Litauische Sahara“ firmiert.

Gemeint ist eine steil und fast 60 Meter in die Höhe ragende Wanderdüne, die sich quasi direkt an Nida anschließt.

Oben angekommen, hat man einen herrlichen Blick über das Haff, die Ostsee und dichte Bewaldungen, in denen ganz in der Nähe und ausnahmsweise westwärts russisches Staatsgebiet beginnt.

Wesentlich greifbarer noch wird dieser Eindruck auf einem langgezogenen Strandabschnitt zur Ostsee-Seite hin, wo ein gut sichtbarer Wachturm keinen Zweifel am weltpolitischen Status der Nehrung aufkommen lässt.

Lesen Sie auch:  Litauen: 5 Reformen, 5 Skandale, 5 Herausforderungen

Erreichbar ist Nida sehr gut per PKW und mit dem Rad. Ausgangspunkt der Anreise ist jeweils die rund 50 Kilometer weit gelegene Hafenstadt Klaipeda. Um Besuchern von hier aus eine bequeme Überfahrt auf die Kurische Nehrung zu ermöglichen, gibt es einen recht hoch frequentierten Fährverkehr.

parnidis duene aufstieg
Wenige Meter außerhalb von Nida beginnt der mitunter beschwerliche Aufstieg zur Parnidis-Düne. (Foto: A. Knappe, Nordisch.info)
Nach wenigen Minuten vom Festland aus auf der Halbinsel angekommen, kann man sich eigentlich kaum noch verfahren.

Denn es gibt lediglich eine Hauptstraße nebst ordentlich ausgebautem Radweg, um über mögliche Zwischenstationen in Juodkrante oder Preila nach Nida zu gelangen. Das Reisen lohnt sich, versprochen!

Weiterführende Informationen zur Stadt Nida:

  • Visitneringa.com: Das Portal bündelt zahlreiche Informationen, Anbieter und Adressen, die bei einem Besuch Nidas und der Kurischen Nehrung von Interesse sein können. Darunter Beschreibungen zu Wanderwegen und Radrouten, Tipps zu Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten. Nida bietet unendlich viele Möglichkeiten, weshalb ein Besuch des Portals als Anregung sehr zu empfehlen ist.

  • Webseite: www.visitneringa.com (auf Deutsch)

  • Thomas-Mann-Museum: Der deutsche Schriftsteller Thomas Mann pflegte über das Sommerhaus in Nida eine enge Beziehung zur Stadt und zur Kurischen Nehrung. Heute ist dort ein Museum samt Kulturzentrum beheimatet. Dokumentiert werden das Familienleben der Manns in Nida und das literarische Wirken des Schriftstellers.

    Das Haus ist heute weit mehr als ein Museum: Es ist Zentrum für Forschungs- und Kulturprogramme und Ort kreativer Begegnungen, die insbesondere den Kulturtourismus auf der Kurischen Nehrung fördern und stärken sollen. Das Museum ist ganzjährig geöffnet.

  • Webseite: www.mann.lt (auf Deutsch)

sh

Facebooktwitterredditpinterestmail
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen