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Entlassungswelle scheint unabwendbar – Hoffen auf Heimurlauber

Islands Tourismusbranche schlägt Alarm

Zahlreiche isländische Unternehmen, die der Tourismusbranche angehören, müssen in den kommenden Tagen einen Großteil ihrer Mitarbeiter entlassen, das berichtet MBL.is.

Blaue Lagune Island
Touristen in der „Blauen Lagune“. (Foto: Jeff Sheldon)
Zu groß ist inzwischen die Zahl der internationalen Touristen, die dem strikten Anti-Corona-Kurs der isländischen Regierung nicht mehr folgen wollen.

Dieser sieht seit dem 19. August vor, dass sich Einreisende entweder 14 Tage in Quarantäne zu begeben haben oder sich gleich bei der Ankunft auf das Coronavirus testen lassen müssen – mit dann etwa fünf bis sechs Tagen Quarantäne und einem verpflichtenden Zweittest.

Führende Vertreter der isländischen Reisebranche laufen nun Sturm gegen diese Regelungen, die – so wirkungsvoll sie medizinisch auch sein mögen – als wenig einladend bzw. urlaubskompatibel angesehen werden.

Als Konsequenz wurden viele internationale Reisereservierungen für den Rest des Jahres bereits storniert. Zudem lassen die vielerorts in Europa wieder steigenden Corona-Zahlen derzeit wenig bis keinen Spielraum für baldige Lockerungen erkennen. Die Lage ist und bleibt aus touristischer Sicht eine schwierige.

Einzige Hoffnung der isländischen Reisebranche: Die Isländer selbst, da auch ihre Urlaubsambitionen von den Regelungen der Regierung betroffen sind.

Hierzu schreibt MBL.is: „Wenn die Alpen plötzlich keine Urlaubsoption mehr sind, können die isländischen Skigebiete mit einer steigenden Nachfrage rechnen.“

Entsprechend soll es bereits erste Tourismusanbieter geben, die sich verstärkt auf die Bedürfnisse isländischer Heimaturlauber einstellen.

Frei nach dem Motto: Wenn es schon nicht die 10-tägige Pauschalreise aufs europäische Festland sein kann, dann doch wenigstens ein verlängertes Wochenende in Island.

Nach den heute veröffentlichten Arbeitslosenzahlen für Juli, liegt die Arbeitslosenquote bei 5,1%. Sollten sich die schlimmsten Befürchtungen der Reiseanbieter in Island bewahrheiten, könnte diese Quote bald zweistellig werden, immerhin trägt der Tourismus überdurchschnittlich viel zum BIP des Landes bei.

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sh

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