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Schnapszahl = Fischzahl

Island: Fischfang betrug im April exakt 111.000 Tonnen – Tendenz fallend (und steigend)

Die Gesamtmenge des isländischen Fischfangs lag im April 2022 bei 111.000 Tonnen. Hört sich mordsmäßig an, war aber gegenüber April 2021 ein Rückgang von rund 4.000 Tonnen, was einem Minus von etwa 3,5 Prozent entspricht.

Fischerei Island
Fischereiflotte im Hafen von Akureyri. (Foto: Heike Hartmann)
Aber: Im Zwölfmonatszeitraum von Mai 2021 bis April 2022 belief sich die Gesamtfangmenge auf rund 1,5 Millionen Tonnen, was verglichen mit dem Zeitraum 2020 bis 2021 ein sattes Plus von 34 Prozent bedeutet.

Was die Fangmenge einzelner Fischarten betrifft, lag im April dieses Jahres der Blaue Wittling, eine Dorschart, mit knapp 63.000 Tonnen mit großem Abstand auf Platz 1. Anders gesagt: Mehr als die Hälfte der Gesamtfangmenge entfiel auf diesen Fisch.

Auf Platz 2 folgte laut einer Mitteilung des Isländischen Amtes für Statistik Kabeljau mit rund 23.000 Tonnen. Danach wird es dann schon vierstellig. Auf Platz 3 lag der Köhler bzw. Kohlfisch mit einer Fangmenge von rund 8.500 Tonnen.

Bedeutung der Fischerei für Island

Die Fischerei ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Island, in dem rund 9.000 Menschen direkt beschäftigt sind, was etwa 5,3 Prozent der gesamten Erwerbsbevölkerung entspricht. Diese Industrie erwirtschaftet direkt 11 Prozent des gesamten BIP bzw. sogar 25 Prozent, wenn man die indirekten Auswirkungen einbezieht.

Das kleine Land rangiert auf Platz 19 der weltweit führenden Fischfangnationen, der Weltmarktanteil Islands liegt bei 1,2-1,5 Prozent.

Europa ist der größte Abnehmer von isländischem Fisch, 70-80 Prozent der Exportmasse wird nach Europa exportiert. Großbritannien ist dabei seit Jahren der größte Einzelmarkt für isländischen Fisch.

Die Zahlen kommen vom Statistischen Amt Islands.

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