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Naturschauspiel live erleben

Island: 5 der landesweit besten Spots für Nordlichter

Nordlichter sind legendär und sagenumwoben. Vor allem aber sind sie spektakulär – und leider recht selten. Wenn es also ein Nordlicht sein soll, dann ist Island definitiv einer der „places to be“.

Nordlichter Island
„In Skaftafel gleich westlich der Gletscher, der Himmel öffnete sich und dieses schöne Polarlicht strömte hindurch!“, so beschreibt der Fotograf Mark Smith die Situation auf dem Foto.
(CC BY-NC 2.0)
Beim Thema Nordlicht kann die Atlantikinsel ihre geografischen und klimatischen Vorzüge voll ausspielen. Entsprechend groß ist – jedenfalls in Normalzeiten – der touristische Kult um die himmlischen Lichtschächte, die sich meist in den Farbtönen Grün und Blau geradezu magisch vom Dunkel des winterlichen Nachthimmels abheben.

Aber auch in Island gibt es Abstufungen, wo der Effekt am besten ist. Aus diesem Grund haben die Kollegen von TravelAwaits mal einige der besten inselweiten Spots zusammengestellt. Das Wichtigste, bevor man sich umsonst auf den Weg macht: vedur.is/weather/forecasts/aurora/ ist die offizielle Nordlichtvorhersage für Island.

1. Der Þingvellir-Nationalpark

Der im Südwesten Islands gelegene Þingvellir-Nationalpark ist einer der beliebtesten und besten Orte, um Nordlichter live zu bewundern. In dem Gebiet befindet sich der größte See Islands, der Thingvallavatn – im Sommer ein beliebter Ort für Taucher.

Im Winter hingegen bietet der abgeschiedene Nationalpark beste Voraussetzungen für klare Sicht auf das Nordlicht, wenn es denn da ist. Spannend ist der Þingvellir auch deshalb, weil er über die Routen 1 und 36 lediglich eine Dreiviertelstunde von der isländischen Hauptstadt Reykjavík entfernt liegt.

Thingvellir Þingvellir
Þingvellir ist ein Nationalpark, etwa 40 km östlich der isländischen Hauptstadt Reykjavík am Ufer des Sees Þingvallavatn. In einer Grabenbruchzone im Grenzbereich zweier tektonischer Platten gelegen, ist das Gebiet geologisch und geschichtlich von Bedeutung. (Foto: Nordisch.info)

2. Þrengsli

Das Þrengsli-Flüsschen schlängelt sich entlang der Route 1 in Richtung Südküste Islands. Da es in der Gegend praktisch keine Ansiedlungen und somit Lichtverschmutzungen gibt, gehört sie zu den absoluten Spitzentipps für Nordlicht-Touristen.

Die umgebende Landschaft ist selbst für isländische Verhältnisse karg. Lavafelder nämlich, die im Sommer mit Moos und im Winter normalerweise mit Schnee bedeckt sind. Da der Blick beim Nordlicht aber eh nach oben geht, spielt das keine große Rolle.

Die Straßenverhältnisse sind nicht gerade klasse, weshalb von Solo-Anfahrten im PKW fast abzuraten ist. Lieber eine professionell begleitete Tour.

Threngsli (Þrengsli) ist ein Fluss im Süden Islands. Þrengsli ist das isländische Wort für „Enge“. Der Fluss befindet sich auf einer Höhe von 829 Metern über dem Meeresspiegel.
(Foto: Aron Gestsson)

3. Katla-Geopark

Diese Perle für Nordlicht-Besucher befindet sich im Süden Islands. Der Katla-Geopark mit dem Örtchen Vik ist auch deshalb so beliebt, weil hier einfach die Umgebung passt.

Vik liegt als südlichstes Dorf Islands direkt am Atlantik. Es hat einen schwarzen Sandstrand, von dem man manchmal einen atemberaubenden Blick auf Polarlichter hat, die dem Augenschein nach direkt über dem Meer schweben. Ein paar Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier ebenfalls, sodass man im Fall der Fälle ohne Anfahrt direkt an Ort und Stelle sein kann.

Nordlichter in Vik/Island
Nordlichter über der Kirche von Vík í Mýrdal. (Foto: greenzowie: CC BY-NC-ND 2.0)

4. Látrabjarg/Westfjorde

Mehr Westen als Látrabjarg geht selbst in Island nicht. Zerklüftete Steilklippen prägen den Ort auf einer Länge von knapp 13 Kilometern – außerdem Ruhe und Abgeschiedenheit. Beste Voraussetzungen für großartige Nordlicht-Erlebnisse.

Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Gegend so ihre Tücken hat. Die Klippen sind fragil und oft glitschig. Man muss hier wirklich vorsichtig sein, wo man hintritt.

Da der Ort weit vom Schuss ist, sind auch die Straßen nicht immer im besten Zustand. Zudem wird dazu geraten, auf die Tanknadel zu achten. Am besten immer vollgetankt losfahren, häufig ja von Reykjavik aus.

Látrabjarg Aurora Borealis
Steilküste von Látrabjarg, einer Landzunge der Halbinsel Vestfirðir (Westfjorde).
(Foto: Kārlis Dambrāns, CC BY-NC 2.0)

5. Ásbyrgi-Schlucht

Die Ásbyrgi-Schlucht ist nicht weit von der nordisländischen Stadt Husavik entfernt. Man erreicht sie über die Küstenstraße 85. Die Schlucht ist quasi das spektakuläre Herz des Vatnajokull-Nationalparks.

Der „Graben“ zieht sich ein wenig hufeisenförmig und mit recht steilen Klippen zu einem See hin, was alleine schon landschaftlich spektakulär ist.

Hinzu kommt, dass der etwas im Landesinneren gelegene Ort prima Bedingungen für Nordlicht-Sichtungen bietet. Es ist ruhig und abgeschieden. Auch hier gibt es wenig Lichteintrübung.

Ásbyrgi Schlucht Polarlicht
Ásbyrgi ist eine hufeisenförmige Schlucht, die Teil des Jökulsárgljúfur-Nationalparks in Nordisland ist. (Foto: Pavel Karafiát, CC BY-ND 2.0)

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