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33.000 Tonnen Weizen

Irland: Erster Getreide-Frachter aus Ukraine seit Kriegsbeginn eingetroffen

In Normalzeiten wäre es wohl keine Meldung wert, heute dafür fast ein Grund zum Feiern: Am Samstag hat nach fast einem halben Jahr erstmals wieder ein Getreidefrachter aus der Ukraine einen irischen Hafen erreicht.
Gegen Mittag lief die Navi Star in den Hafen von Foynes ein. Und zwar kommend aus dem ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa, bei dem nach Kriegsausbruch Ende Februar lange nicht sicher war, ob es überhaupt noch einmal die so wichtigen Getreideexporte in die Welt geben könne.

Zum Glück lautet die Antwort (fürs Erste) Ja: Seit einem Abkommen, das die UNO und die Türkei zusammen mit Russland abgeschlossen haben, konnten zuletzt rund 30 Frachter die Ukraine verlassen.

Die Navi Star war mit insgesamt 33.000 Tonnen Weizen an Bord am 5. August in Odessa zur irischen Westküste aufgebrochen – zusammen mit zwei weiteren Schiffen in Richtung Türkei und Großbritannien.

Es war eine der ersten Ladungen überhaupt, die die Ukraine nach dem Getreideexportabkommen – der sogenannten Schwarzmeer-Getreide-Initiative – verlassen konnten. Auch Larysa Gerasko, die ukrainische Botschafterin in Irland, reiste anlässlich der Ankunft zum Hafen von Foynes.

Das Getreide werde dazu beitragen, den irischen Landwirten „die Last der Unsicherheit zu nehmen“, teilte sie laut Euractiv irischen Medien gegenüber mit. Es sei aber vor allem an Russland, sich an die Vereinbarungen zu halten, um die weltweite Getreidekrise zumindest einzudämmen.

Inzwischen hat sich auch UN-Generalsekretär António Guterres lobend über die Eröffnung des gesicherten Korridors für Getreide aus der Ukraine geäußert. Immerhin ein Feld, auf dem die internationale Krisendiplomatie der vergangenen Wochen Früchte trägt.

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