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Beeindruckend hoch – und doch stark rückläufig

Finnische Weihnacht in Zahlen: 5,5 Mio. Menschen / 7 Mio. Geschenkpakete / 14 Mio. Grußkarten

Weihnachten in Finnland ist traditionell auch das Fest der großen Zahlen. Vor allem mit den landesweit beliebten Grußkarten hat der nationale Postdienstleister Posti Jahr für Jahr alle Hände voll zu tun.

weihnachtsgruss karte finnland
Der Weihnachtsgruß in Kartenform erfreut sich in Finnland traditionell großer Beliebtheit. Aber: Die Zahl der Postsendungen sinkt und sinkt… von über 50 Millionen um die 2000er Jahre auf zuletzt „nur noch“ 14 Millionen. (Foto: depositphotos.com)

Insgesamt 14 Millionen dieser weihnachtlichen Grüße haben die rund 5,5 Millionen Finnen in den letzten Tagen und Wochen verschickt. Als kleine Aufmerksamkeit, als Mutmacher oder einfach nur als Zeichen dafür, dass man aneinander denkt und füreinander da ist.

„Viele Finnen haben sich wieder dafür entschieden, mit einer traditionellen Weihnachtskarte Freude zu verschenken. Laut unserer Umfrage sind die Karten die beliebteste Art des Weihnachtsgrußes, den viele Empfänger für lange Zeit aufbewahren“, teilte ein Sprecher von Posti dieser Tage mit.

Aber, was man angesichts der großen Zahl fast nicht glauben mag: Die weihnachtlichen Grußkarten haben in Finnland in den letzten Jahren fast dramatisch an Beliebtheit und Relevanz eingebüßt. Jedenfalls dann, wenn man es rein an den Versendungen bemisst.

So berichtet Yle.fi, dass noch Anfang der 2000er Jahre jährlich über 50 Millionen (!) Grußkarten quer durchs Land geschickt wurden. Bis 2016 sank die Zahl dann bereits auf unter 30 Millionen. Und danach weiter, immer weiter, was selbst Corona nicht ändern konnte.

2020 wurden 18 Millionen Karten verschickt, 2021 waren es 16 Millionen, nun sind es 14 Millionen. Wahrscheinlich ist es noch viel zu früh zu behaupten, dass die wunderbare Tradition der Weihnachtskarte in Finnland ums Überleben kämpft.

Sie ist aber definitiv im Wandel, das kann man wohl sagen, wozu mit Sicherheit der digitale Grußersatz beiträgt. Es wird also hoffentlich nicht weniger aneinander gedacht und gegrüßt in Finnland, sondern nur etwas anders als früher. Das wäre zu wünschen.

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