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10.000 Euro gesammelt

Mann schwimmt von Estland nach Finnland – Eine Spendenaktion für Schwimmunterricht für Kinder

Die 90 km lange Reise dauerte fast drei Tage. Dabei kamen 10.000 Euro zusammen, mit denen Schwimmunterricht für unterprivilegierte Kinder finanziert werden soll.

Schwimmen lernen
Patrik Kvikant durchquerte den Finnischen Meerbusen von Tallinn nach Helsinki, um Geld für den Schwimmunterricht für unterpreviligiert Kinder zu sammeln. (Quelle: Suh.fi)
Patrik Kvikant, der fast drei Tage im Wasser des Finnischen Meerbusens verbrachte, indem er von Tallinn, Estland, nach Hilsinki in Finnland schwamm.

Er kam am Dienstag gegen 22 Uhr an der Küste von Helsinkis Stadtteil Eira an, das berichtet das finnische Nachrichtenportal Yle.

Der 54-Jährige schwamm die 90 Kilometer lange Strecke, um Geld für den Schwimmunterricht unterprivilegierter Kinder zu sammeln, wie er gegenüber Svenska Yle erklärte.

„Ich bin sehr froh, dass ich das Ziel erreicht habe und freue mich auf eine Dusche und eine Sauna“, sagte er.

Seine nasse Wanderung verlief ziemlich genau nach Plan, aber Kvikant erlebte unterwegs ein paar Überraschungen. Er sagte, das kalte Wasser – zwischen 12 und 14 Grad Celsius – sei ein Schock gewesen.

„Es ist unangenehm, die ganze Zeit zu frieren und zu spüren, wie der Körper allmählich zusammenbricht“, erklärte er und fügte hinzu, dass auch der frische Wind ein Problem darstellte.

„Es gab keinen Moment, in dem ich ein bisschen Rückenwind genießen konnte. Es wäre schön gewesen, das zu erleben“, sagte er mit einem Lachen.

Außerdem habe der Seegang am Montag ein Problem dargestellt.

„Es herrschte Westwind, der große Wellen verursachte und das Schwimmen besonders spannend machte“, sagte er und fügte hinzu, dass er auf seiner Reise auch positive Überraschungen erlebte.

„Ich habe erkannt, dass Menschen alles schaffen können, wenn sie es müssen. Auch wenn es hart war, habe ich nie daran gedacht, aufzugeben“, sagte er.

Kvikant war auf seiner Reise durch den Meerbusen nicht allein, ein Unterstützungsteam folgte ihm in einem Fischtrawler, dort konnte sich Kvikant auch ausruhen.

Er sagte, er habe während der drei Tage nur etwa sechs Stunden geschlafen, aber die Anstrengung erforderte eine Menge Nahrungsenergie.

Laut Kvikant verbrannte er während des dreitägigen Schwimmens so viele Kalorien wie ein erwachsener Mann im Laufe von zwei Wochen.

Geld für Schwimmunterrricht gesammelt

Kvikant unternahm diese Anstrengung, um Geld für den finnischen Schwimmlehr- und Rettungsschwimmverband, der Kindern das Schwimmen beibringt, zu sammeln.

„Das Schwimmvermögen der Kinder haben sich in den letzten Jahren in die falsche Richtung entwickelt. Ich möchte Geld sammeln, damit auch weniger wohlhabende Familien es sich leisten können, ihre Kinder zum Schwimmunterricht zu schicken. Schwimmkönnen sollte nicht eine Frage des Geldes sein“, sagte er.

„Wir haben nur die Erlaubnis, 10.000 Euro zu sammeln“, so der Extremschwimmer aus Finnland. Und dieser Spendenstand wurde auch erreicht.

Jedes Jahr ertrinken in Finnland 100-150 Menschen. Nach Auskunft des Finnischen Verbandes für Schwimmausbildung und Lebensrettung (SUH) können nur noch 55 % der Sechstklässler schwimmen.

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