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Reiseziele in Estland

Tallinn und die Sehenswürdigkeiten – Estlands Metropole mit traumhafter Altstadt

Die estnische Hauptstadt Tallinn ist zu Recht als das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des nördlichsten Staates im Baltikum bekannt geworden. In der Stadt gibt es – so viel vorab – zahlreiche Höhepunkte zu entdecken.

Tallinn Altstadt von oben
Teile der Tallinner Altstadt von oben. (Foto Tommi Selander)
Mit rund 430.000 Einwohnern lebt hier etwa ein Drittel der estnischen Gesamtbevölkerung, was der direkt am Finnischen Meerbusen gelegenen Stadt auch in gesamteuropäischer Perspektive Metropolencharakter verleiht. Tallinn ist nicht weniger als Estlands Tor zur Welt. Hier läuft im Grunde alles zusammen.

Zugleich werden in der Stadt die Schnittstellen zwischen estnischer Vergangenheit und Zukunft auf engstem Raum sicht- und spürbar. Das Telekommunikationsnetz ist hochmodern, es bestehen zahlreiche Verkehrsanbindungen in das europäische Ausland, und auch der stetige Zuwachs an funkelnden Bürokomplexen verkörpert mit Nachdruck, dass Tallinn wächst und gedeiht.

Fortschritt und Tradition gehen Hand in Hand

Aus touristischer Sicht fügt sich alles harmonisch in eine große Anzahl mittelalterlicher Sehenswürdigkeiten. Schnell gewinnt man den Eindruck, dass Aufbruch und Modernität dem Charme der im 10. Jahrhundert gegründeten Kapitale nichts anhaben können. Die Verantwortlichen wären auch dumm, wenn sie das zuließen. Tallinn ist dadurch in der Lage, seiner Bürgerschaft und seinen Besuchern gleichermaßen das (gute) Gefühl modernster Lebensqualität und großer Traditionsgebundenheit zu vermitteln.

Vornehmlich die seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO deklarierte Altstadt steht dabei für eine überaus bewegte Stadt- und Landesgeschichte. Hier – rund um den mittelalterlichen Rathausplatz (Raekoja plats) – schlägt für jedermann sichtbar das touristische Herz der estnischen Republik. Die Altstadt (vanalinn) Tallinns erstreckt sich im Wesentlichen über die Bereiche „Unterstadt” und „Domberg”. Sie zeugt durch eine Vielzahl pfleglich restaurierter und teils originalgetreu erhaltener Bauwerke von einer jahrhundertelangen Stadtgeschichte.

Stadtmauer Tallinn Sehenswürdigkeit
Die mächtige Befestigungsmauer und zahlreiche Wachtürme von Tallinn. Nur eine der vielen Sehenswürdigkeiten.
Von einer mächtigen Befestigungsmauer und zahlreichen Wachtürmen eingefasst, erstreckt sich im Inneren der Altstadt eine fast labyrinthartige Verästelung uriger Straßen, Gassen und Treppen. Viele mittelalterliche Bauwerke – nun Restaurants, Läden oder Wohnhäuser – verfügen über stilechte Butzenfenster, Erker oder Holzportale. Details, die die wechselvolle Historie Tallinns zum Greifen nah erscheinen lassen.

In Tallinn gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten

Zu den touristischen Fixpunkten der unteren Altstadt gehören in erster Linie die am Fuße des Dombergs gelegene Nikolai-Kirche (Niguliste kirik), die zentral gelegene Heiliggeistkirche (Pühavaimu kirik) sowie etwas im Norden die schöne Olaikirche (Oleviste kirik). Hinzu kommen das Rathaus der Stadt mitsamt sehr belebtem Vorplatz und die Gildehäuser (gildi maja) – mehr dazu im Beitrag unter „Sehenswürdigkeiten“. Professionelle Stadtführungen in deutscher Sprache können übrigens hier gebucht werden: www.rent-a-guide.de*. Das als Tipp für Tallinn-Besucher, die die Stadt nicht auf eigene Faust erkunden wollen.

Weiter geht es auf den ungefähr 50 Meter hohen, ebenfalls zentral gelegenen Domberg, wo jahrhundertelang die herrschende Klasse thronte. Adel und Klerus bot die Anhöhe neben Imposanz und inszenierter Überlegenheit vor allem Schutz und Ruhe vor dem gemeinen Treiben in der angrenzenden Unterstadt. Hier gibt es den spätgotisch geprägten Dom (Toomkirik), das schöne Schloss sowie die Aleksander-Nevskij-Kathedrale zu bewundern. Deutlich bestimmt die Silhouette der Anhöhe bereits von Weitem das Stadtbild Tallinns. Wer per Fähre anreist, hat eigentlich den besten Blick darauf.

Beliebtes Touristenziel

Angesichts der erlesenen Ansammlung unterschiedlicher Sehenswürdigkeiten verwundert es kaum, dass inzwischen Jahr für Jahr ein Millionenpublikum in die aufstrebende Metropole strömt – überwiegend aus den Nachbarländern Skandinaviens und aus Mitteleuropa. Zudem ist das historische Stadtzentrum, wie bereits erwähnt, UNESCO-Weltkulturerbe: Eine Auszeichnung, mit der man in Tallinn bestens umzugehen weiß.

Beispielsweise brachten strenge Sauberkeitsrichtlinien und die öffentlichkeitswirksame Pflege von Gebäuden und Grünanlagen Tallinn vor einigen Jahren den Titel „Sauberste Stadt Europas“ ein. Kann es eigentlich einen besseren Beweis dafür geben, wie sehr den Esten am Erhalt und an der Entwicklung ihrer Hauptstadt gelegen ist?

Natürlich hatte die Altstadt einen erheblichen Anteil an der Entscheidung der zuständigen EU-Kommission, Tallinn für das Jahr 2011 zur Europäischen Kulturhauptstadt zu ernennen. Mit einer Reihe hochkarätiger Veranstaltungen vermochte die Stadt ihren ohnehin gewachsenen Grad an internationaler Aufmerksamkeit und Wertschätzung nochmals beträchtlich zu steigern. Tallinn ist seitdem endgültig auf der großen europäischen Bühne angekommen.

Sehenswürdigkeiten in und um Tallinn

Bei einem Streifzug durch Tallinn auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu treffen, ist beileibe kein Zufall. Nicht umsonst gilt die Altstadt mit ihren mittelalterlichen Bauten und Wehranlagen als touristische Perle des Baltikums. In Anbetracht der Fülle möglicher Besichtigungsziele gilt es zuvorderst, den Überblick zu behalten. Man will sich ja schließlich nicht vorwerfen (lassen), etwas Wichtiges verpasst zu haben.

» Gotteshäuser
» Mittelalterliche Bauten
» Sonstige Sehenswürdigkeiten

Nachfolgend findet sich eine übersichtliche Auswahl der beliebtesten touristischen Anlaufstellen Tallinns – Kontaktdaten, Webadressen und Öffnungszeiten inklusive. Angesichts der Fülle an Sehenswertem erhebt die alphabetisch geordnete Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Heißt: Bei einem Streifzug durch die Stadt ließe sich weitaus mehr erkunden, viele Museen zum Beispiel.

Alexander Newski Kathedrale

Alexander Newski Kathedrale
Alexander Newski Kathedrale auf dem Domberg. (Foto Beau Swierstra)
» Adresse: Lossi plats 10
» Tel.: (+372) 644 3484
» Besichtigungsanfrage: nevsky@hot.ee
» Die Newski Kathedrale wurde von 1894 bis 1900 als russisch-orthodoxes Gotteshaus erbaut. Sie befindet sich auf dem Domberg in unmittelbarer Nähe des Estnischen Parlaments. Mit goldenen Kreuzen verzierte Zwiebeltürme sind das Markenzeichen der Kathedrale.

Heiliggeist-Kirche

Heiliggeist-Kirche Pühavaimu Sightseeing
Die Heiliggeist-Kirche befindet sich in der Altstadt (Vanalinn) unterhalb des Dombergs (Toompea). (Foto Graham Hobster)
» Adresse: Pühavaimu 2
» Tel.: (+372) 6464 430
» Besichtigungsanfrage: tallinna.puhavaimu@eelk.ee
» Mo-Sa 09.00-18.00 (abweichende Öffnungszeiten im Jahresverlauf)
» Die um 1300 errichtete Heiliggeist-Kirche befindet sich in der Altstadt Tallinns und gehört zu den religiösen Wahrzeichen der Stadt. Die Fassade beherbergt die älteste Uhr der estnischen Hauptstadt (1684). Daneben ist die Kirche für ihre Orgel-Tradition bekannt, die auf den Beginn des 16. Jahrhunderts zurückreicht.

Dominikanisches Kloster/St.-Katharinen-Kloster

St.-Katharinen-Kloster Sightseeing
Das Dominikanerkloster St.-Katharinen. (Foto Flying Saucer, CC BY-SA 3.0)
» Adresse: Vene 16
» Tel.: (+372) 5155 489
» Besichtigungsanfrage: info@kloostri.ee
» Webseite: www.kloostri.ee
» Teile des 1246 gegründeten Klosters sind bis heute erhalten geblieben, so das Dormitorium, der Speicher und die Kapelle. Haupthaus des Komplexes ist die Katharinenkirche, von der zumindest Teile originalgetreu sind. Das Kloster befindet sich zentral in der Altstadt Talinns.

Olaikirche

Olaikirche Oleviste kirik
Die Olaikirche (Oleviste kirik), benannt nach dem norwegischen König Olav II. Haraldsson, dem Beschützer der Seefahrer. (Foto Jaanus Jagomägi)
» Adresse: Lai 50
» Tel.: (+372) 641 2241
» Besichtigungsanfrage: oleviste@oleviste.ee
» Die im Estnischen Oleviste Kirik genannte Kirche stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Das heutige Gebäude wurde in seiner heutigen Erscheinung im Jahr 1519 fertiggestellt und gehört mit seinem 159 Längenmeter messenden Turm zu den höchsten Bauwerken in Estland. Die Kirche prägt die Silhouette Tallinns in besonderer Weise. Sie liegt unweit des Hafens im Ostsee-seitigen Teil der Tallinner Altstadt.

Sankt-Brigitten-Kloster zu Pirita

Klosterkirche Pirita
Ruine der Klosterkirche Pirita mit Grabplatten. (Foto Chron-Paul, CC BY-SA 4.0)
» Adresse: Kloostri tee 9
» Tel.: (+372) 605 5000
» Besichtigungsanfrage: pirita@osss.ee
» Webseite: www.piritaklooster.ee
» Das Kloster befindet sich rund 3 Kilometer von der Tallinner Altstadt entfernt im nordöstlich gelegenen Stadtteil Pirita. Im frühen 15. Jahrhundert wurde das Kloster als zum damaligen Zeitpunkt größtes Gotteshaus in Nordosteuropa errichtet. Übrig geblieben sind nach der Zerstörung im Livländischen Krieg nur Fragmente des ehemaligen Prachtbaus. Sehenswert ist das Areal dennoch!

Tallinner Dom/Kathedrale der Heiligen Jungfrau Maria

Tallinner Dom
Der Tallinner Dom ist eine der Heiligen Jungfrau Maria gewidmete Kathedrale (estn. Tallinna toomkirik), sie ist eines der Wahrzeichen der estnischen Hauptstadt. (Foto Tommi Selander)
» Adresse: Toom-Kooli 6
» Tel.: (+372) 644 4140
» Besichtigungsanfrage: tallinna.toom@eelk.ee
» Der Tallinner Dom geht historisch auf das frühe 13. Jahrhundert zurück, ursprünglich als recht einfache Holzkirche. Heute erhebt sich an identischer Stelle auf dem zentral gelegenen Domberg ein zu weiten Teilen im frühen 16. Jahrhundert errichtetes Gotteshaus, das – der Name besagt es – der Jungfrau Maria geweiht ist. Der Dom gehört zweifelsfrei zu den Wahrzeichen Tallinns.

Die Große Gildehalle

Haus der Großen Gilde
Haus der Großen Gilde. (Foto Olaf Meister, CC BY-SA 4.0)
» Adresse: Pikk 17
» Tel.: (+372) 696 8690
» Besichtigungsanfrage: post@ajaloomuuseum.ee
» Webseite: www.ajaloomuuseum.ee
» Das Haus der Großen Gilde ist der wohl bekannteste architektonische Nachweis für Tallinns wirtschaftliche Blüte zu Zeiten der Hanse. Erbaut wurde der zentral in der Altstadt gelegene Komplex von 1407 bis 1410 für die einflussreichen Reeder und Kaufleute jener Tage. Heute beherbergt das Gebäude ein historisches Museum mit über 200.000 Exponaten aus allen prägenden Epochen der estnischen Vergangenheit.

Wachturm Kiek in de Kök

Kiek in de Kök
Kiek in de Kök (hochdeutsch Kuck in die Küche) ist ein ehemaliger Kanonenturm.
» Adresse: Komandandi tee 2
» Tel.: (+372) 644 6686
» Besichtigungsanfrage: kok@linnamuuseum.ee
» Webseite: www.linnamuuseum.ee/kok
» Der Wachturm zählt zu den spannendsten noch erhaltenen Teilen der mittelalterlichen Tallinner Stadtbefestigung. Die historischen Ursprünge des Gemäuers reichen auf das frühe 13. Jahrhundert zurück. Mithilfe moderner Darstellungsformen in Bild und Ton wird Besuchern im Inneren die wechselhafte, teils kriegerische Historie Tallinns sehr anschaulich vor Augen geführt.

Historisches Rathaus Tallinn

Historisches Rathaus Tallinn
Das Tallinner Rathaus (estn. Tallinna raekoda) ist ein weiteres Wahrzeichen der estnischen Hauptstadt.
» Adresse: Raekoja plats 1
» Tel.: (+372) 645 7900
» Besichtigungsanfrage: raekoda@tallinnlv.ee
» Webseite: www.raekoda.tallinn.ee
» Das historische Rathaus Tallinns befindet sich in zentraler Altstadtlage, direkt am Marktplatz. Erstmalig erwähnt wurde das gotische Bauwerk um 1320. In Etappen wurde es über die Jahrhunderte ausgebaut. Festsaal und Turm beispielsweise stammen aus dem frühen 15. Jahrhundert. Heute wird das Gebäude zu repräsentativen Zwecken genutzt, im Inneren finden klassische Konzerte sowie politische Treffen und Empfänge statt.

Haus der Bruderschaft der Schwarzhäupter

Haus der Bruderschaft der Schwarzhäupter
Schwarzhäupterhaus – ehemaliges Gemeinschaftshaus der Brüderschaft der Schwarzhäupter. (Foto Olaf Meister, CC BY-SA 4.0)
» Adresse: Pikk 26
» Tel.: (+372) 669 9946
» Besichtigungsanfrage: info@mustpeademaja.ee
» Die Bruderschaft der Schwarzhäupter war eine Vereinigung lediger Kaufleute aus dem ehemaligen Livland – heute geografisch nahezu deckungsgleich mit Lettland und Estland. Das Versammlungshaus in Tallinns Zentrum wurde ab 1531 im für damalige Verhältnisse hochmodernen Stil der Niederländischen Renaissance gestaltet. Erst 1940 endeten die Versammlungen der Tallinner Schwarzhäupter. Heute gehört das prächtige Portal des Hauses zu den Hauptmotiven von Postkarten aus Estlands Hauptstadt.

Tallinn Stadtmauer

Sehenswürdigkeit Statdtmauer Tallinn
Tallinner Statdtmauer ist bestens erhalten.
» Adresse: Väike-Kloostri 1
» Tel.: (+372) 644 9867
» Besichtigungsanfrage: kodu.linn@mail.ee
» Tallinns Stadtmauer gehörte zu den robustesten Wehranlagen im Nordosten Europas. Kaum eine andere Stadt war im Mittelalter derart stark befestigt. Von ehemals knapp zweieinhalb Kilometern Stadtmauer sind gut und gerne zwei erhalten geblieben, je Abschnitt flankiert durch wuchtige Wehrtürme – exakt 28 an der Zahl. Das sogenannte Viru-Tor stellt dabei so etwas wie das Hauptportal zur Tallinner Altstadt dar.

Burg Tallinn (Castrum Danorum)

Castrum Danorum Burg Tallinn
Castrum Danorum oder Burg Tallinn (estnisch Toompea loss).(Foto Abrget47j, CC BY-SA 3.0)
» Adresse: Lossi plats 1
» Tel.: (+372) 6316 537
» Auf dem rund 50 Meter hohen Domberg thront die altehrwürdige Burg zu Tallinn. Weite Teile des Komplexes wurden zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet und gewährten der sich zeitgleich am Fuße der Anhöhe etablierenden Stadt fortan den gebotenen Schutz. Auf dem Langen Hermann, einem rund 50 Meter hohen Wehrturm der Burg, weht heute weithin sichtbar die estnische Flagge. Eine darunter gelegene Aussichtsplattform gewährt Besuchern einen wunderbaren Blick über weite Teile der Stadt.

Kadriorg Palast

Schloss Kadriorg
Schloss Kadriorg (dt. auch Catherinenthal).
» Adresse: A. Weizenbergi 37
» Tel.: (+372) 606 6400
» Besichtigungsanfrage: kadriorg@ekm.ee
» Webseite: www.kadriorumuuseum.ekm.ee/en
» Etwas außerhalb des Zentrums befindet sich mit dem Kadriorg Park samt gleichnamigem Palast ein wahrlich sehenswerter Komplex, der Einheimischen und Touristen als eine Art barocke Stadtranderholung dient. Zar Peter der Große hatte das auch Katharinental genannte Areal in den Jahren 1718 bis 1725 für seine Frau errichten lassen. Heute beherbergt der Kadriorg Palast ein Kunstmuseum mit ausländischen Exponaten, die aus dem 16. bis ins 20. Jahrhundert stammen. Originalgetreu ist der Prachtbau freilich nicht. Erst umfassende Erweiterungen durch Zar Nikolaus I. um das Jahr 1830 verliehen ihm seinen heutigen Glanz.

Freilichtmuseum Rocca al Mare

Freilichtmuseum Rocca al Mare
Im Freilichtmuseum Rocca al Mare. (Foto paazio, CC BY-NC 2.0
» Adresse: Vabaõhumuuseumi tee 12
» Tel.: (+372) 6549 100
» Besichtigungsanfrage: info@evm.ee
» Webseite: www.evm.ee/deu/home
» Das in Rocca al Mare gelegene Freilichtmuseum verschafft seinen Besuchern einen sehr anschaulichen Eindruck vom Landleben der Esten im 18. und 19. Jahrhundert. Zu besichtigen auf dem bewaldeten Areal in unmittelbarer Nähe zur Ostsee sind hölzerne Bauten, die in Anordnung und Stil den Gegebenheiten vergangener Tage entsprechen – darunter schlichte Bauernhäuser, eine Kapelle oder eine Dorfschule. Spielmöglichkeiten für Kinder, Fahrradverleih und deftiges Essen in der dorfeigenen Taverne machen den Ort zu einem außerordentlich familientauglichen Ziel für entspannte Tagestouren vor den Toren Tallinns.

Tallinn Botanischer Garten

Botanische Garten Tallinn
Im Botanischen Garten von Tallinn. (Anita, CC BY-NC-ND 2.0)
» Adresse: Kloostrimetsa tee 52
» Tel.: (+372) 606 2679
» Besichtigungsanfrage: aed@botaanikaaed.ee
» Webseite: www.botaanikaaed.ee
» Der botanische Garten zu Tallinn ist mit einer Gesamtfläche von rund 130 Hektar der größte seiner Art in Estland. Er befindet sich – geteilt durch den Pirita-Fluss – gut 10 Kilometer östlich des Zentrums. Das etwas futuristisch anmutende Hauptgebäude des Komplexes beherbergt in seinen Gewächshäusern nur einen Teil des botanischen Schatzes der Anlage. Den Rest können Besucher über ein Netz von wunderschönen Außenpfaden besichtigen. Für etwaige Feierlichkeiten können zudem Räumlichkeiten angemietet werden.

Tallinn Fernsehturm

Fernsehturm Tallinn
Im Hintergrund der Fernsehturm von Tallinn. Aufnahme vom Strand Pikakari aus.
(Foto Toimetaja tõlkebüroo)
» Adresse: Kloostrimetsa tee 58a
» Tel.: (+372) 686 3005
» Besichtigungsanfrage: teletorn@teletorn.ee
» Webseite: www.teletorn.ee
» Tallinn von ganz weit oben: Mit einer Gesamtlänge von 314 Metern ist der Fernsehturm von Tallinn das höchste Bauwerk in Estland. Ganz so hoch hinaus geht es für Besucher des Wolkenkratzers freilich nicht, aber auch die auf rund 170 Höhenmetern gelegene Aussichtsplattform bietet einen herrlichen Rundumblick auf das 10 Kilometer entfernte Tallinn, die Ostsee und das Hinterland der Kapitale. Der Express-Aufzug bringt Gäste in rund 50 Sekunden von unten nach oben, ein nettes Restaurant sorgt für ansprechende Verköstigung. Hinfahren!

Tallinner Sängerfest Platz

Tallinner Sängerfest Platz
Estnisches Liederfest in Tallinn (Sommer 2019). (Foto Metsavend, CC BY-SA 4.0)
» Adresse: Narva mnt. 95
» Tel.: (+372) 611 2102
» Besichtigungsanfrage: info@lauluvaljak.ee
» Webseite: www.lauluvaljak.ee
» Ein wenig außerhalb der Stadt befindet sich mit dem altehrwürdigen Sängerfest-Gelände ein riesiges Areal für familiäre Freiluftbespaßung und Festival-Genuss. Sportlich Interessierte finden einen Golfplatz und diverse andere Outdoor-Aktivitäten vor (u.a. ein GPS-gestütztes Kreuzworträtsel), die Freunde klassischer und zeiggenössischer Musik werden hingegen am Bühnenbereich des Geländes Gefallen finden. Praktisch alle kulturellen Großveranstaltungen Tallinns finden hier statt.

Tallinn Zoo

Tallinn Zoo
Luchs im Tallinner Zoo. (Foto Lassi Kurkijärvi, CC BY-NC 2.0)
» Adresse: Paldiski mnt. 145
» Tel.: (+372) 694 3300
» Besichtigungsanfrage: zoo@tallinnzoo.ee
» Webseite: www.tallinnzoo.ee/en
» Ein weiterer Besuchermagnet ist der ganzjährig geöffnete Tallinner Zoo. Er existiert bereits seit 1939 und gehört dank seiner Artenvielfalt heute zu den spektakulärsten und renommiertesten Vertretern in Nordeuropa. Es würde zu weit führen, die Highlights des Zoos beim Namen zu nennen. Diverse Buslinien steuern das etwas außerhalb Tallinns gelegene Areal aus dem Stadtzentrum an. Zwei Parkplätze ermöglichen aber auch die Anfahrt mit dem PKW in komfortabler Art und Weise. Gemessen am Preisniveau mancher mitteleuropäischer Zoos ist der Eintritt zudem recht günstig. Familientickets werden schon ab 10 Euro angeboten. Ermäßigte Tagestickets für Senioren, Schüler und Studenten sind für gut 3 Euro zu haben.

Geführte Touren können auf der Website www.rent-a-guide.de* gebucht werden.

sh

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