Ein Wochenende in Finnlands Hauptstadt

Was tun in Helsinki? – Der kleine Reiseführer

| 20.01.2018 - 13:21 Uhr

Übernachten, essen, trinken, shoppen und sehen. – Was tun in Helsinki?

Nur ein Wochenende Zeit? Vielleicht nur einen Tag? Wir haben eine kleine Auswahl an Dingen zusammengestellt, die man in Helsinki bei einem Wochenendtrip unternehmen könnte.

Sehen

Was tun in Helsinki?

Hafen und Meeresluft. Die orangen Dächer der Marktstände, und über allem thont der Dom.


Helsinki ist eine Stadt der kurzen Wege: Am besten startet man am Dom, dem alles überragenden Wahrzeichen der Stadt. Vom dortigen Senatsplatz sind es nur wenige Schritte zum Hafen mit den Ausflugsbooten und großen Passagierschiffen. Schon von weitem kann man die orangen Dächer der Marktstände sehen und die Meeresluft schmecken.

Markt in Helsinki Architektur in Helsinki Allas Spa Meer-Bad Helsinki

Den Marktfrauen etwas Selbstgemachtes abkaufen und Erbsen futtern bis zum Platzen. Von den wehenden finnischen Fahnen ein Handyfoto schießen und sich von den tief fliegenden Möwen nicht bange machen lassen.

Ebenfalls am Hafen befindet sich die neueste Attraktion Helsinkis: Das Allas Meer Bad mit Saunen und drei Außenpools, wovon einer mit Meerwasser gespeist wird. Gegenüber befindet sich die Alte Markthalle. Einfach durchschlendern, all die Gerüche der unterschiedlichsten frischen Köstlichkeiten aufnehmen und dann durch den Esplanadenpark flanieren.

Dort stehen nicht nur wunderbar alte Bäume, sondern auch Statuen der wichtigsten finnischen Denker, Schriftsteller und Künstler und das altehrwürdige und sehenswerte Jugendstil-Café Kappeli belohnt einen mit Kaffee oder Tee. Einen Überblick über die Stadt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bekommt man am besten bei einer Fahrt mit der Straßenbahn S3. Dabei Korvapuusti knabbern und die Sitze (nicht) vollkrümeln, das bekannteste finnische Hefeteiggebäck, das man in jedem Café, Supermarkt oder am Kiosk bekommt.

Wenn danach noch Zeit ist, kann man sich die Füße in einem der vielen Parks der Stadt vertreten, etwa im Kaivopuisto.

Touristinfo: www.visithelsinki.fi

Übernachten

Lilla Roberts Hotel Helsinki

Rezeption des Hotels Lilla Roberts.


Designfans werden das erste Design Hotel Finnlands lieben: Klaus K. liegt mitten im Zentrum und ist vom finnischen Nationalepos Kalevala inspiriert. Jedes Zimmer ist anders gestylt. Jedes Stockwerk einem zentralen Thema des Epos gewidmet.

Zimmerpreise für zwei Personen ca. 160 Euro.
Bulevardi 2-4
Web: www.klauskhotel.com

Sehr modern und stylisch ist das Lilla Roberts. Ebenfalls im Zentrum gelegen punktet das Hotel mit einem großen Frühstücksbuffet und außergewöhnlichem Interieur. Das Hotel war früher übrigens eine Polizeistation.

Preise für ein Zimmer ab 140 Euro.
Pieni Roobertinkatu 1-3
Web: www.lillaroberts.com

Fast alle Hotels in Helsinki verfügen über eine Sauna, die man in der Regel ohne Aufpreis besuchen kann. WLAN ist ebenso kostenfrei in allen Hotels verfügbar. Unterwegs kann man sich in das kostenfreie Netz der Stadt Helsinki einwählen.

Essen

Eingang Restaurant Finnjävel

Eingang zum Finnjävel, oder doch zum Paradies für Schlemmer?


Leckere Snacks gibt es in den Markthallen der Stadt. Größeren Hunger stillen die Mittagsbüffets, lounas genannt, die fast alle Restaurants bereits ab 11 Uhr als Selbstbedienungsbuffet anbieten.
Nachtisch im Finnjävel, Helsinki

Nachtisch im Finnjävel.


Wer hochklassige finnische Küche probieren möchte, dem sei das Finnjävel empfohlen, was so viel wie finnischer Teufel bedeutet. In dem denkmalgeschützten Gebäude mit interessanten Designlösungen kann man den Köchen beim Zaubern zuschauen, die mit ihren ausgefallenen Menüs eine neue Kochkultur etablieren.

Etäläranta 16
Das 7 Gänge Menü kostet 87 Euro pro Person.
Web: www.finnjavel.fi

Trinken und Nachtleben (Ausgehen)

Koff-Tram. Fahrende Kneipe Helsinki

Die Koff-Tram. Fahrende Kneipe in Helsinki.


Wer es Kaurismäki-melancholisch mag, ist in der Corona Bar richtig aufgehoben. Wer es schräger mag, dem sei das Zetor empfohlen. Ein Restaurant mit Musik, Tanz und ländlicher Atmosphäre, wobei an der Decke Fischernetze hängen und Traktoren als Deko im Raum stehen. Beschließen kann man den Abend im benachbarten Karaokekeller und dabei finnischen Schlagern und Liebesliedern lauschen. Oder selbst zum Mikrofon greifen.

Don’t drink and drive gilt auch in Finnland, allerdings nicht für die einzige fahrende Kneipe: In einer Straßenbahn kann man stilvoll das finnische Kultgetränk Lonkero genießen und lernt nebenbei noch die Stadt kennen.

Web: raflaamo.fi/en/helsinki/zetor // www.virginoil.fi/in-english/sparakoff.html – Die Fahrt kostet 11 Euro/Ewachsener, das erste Getränk ist im Fahrpreis eingeschlossen.

Einkaufen

Design aus Helsinki

Design aus Helsinki.


Die Haupteinkaufsstraße ist die Aleksanterinkatu. Hier findet man mit Stockmann nicht nur das größte Kaufhaus im ganzen Norden, auch die Klassiker Marimekko und iittala sind nicht weit entfernt.

Liebhaber von Design und Architektur kommen im Designdistrict auf ihre Kosten. 200 Geschäfte gehören zu dem District, die meisten davon befinden sich im Stadtteil Punavuori. Hier findet man garantiert auch das ein oder andere Souvenir. Auch architektonisch ein lohnenswerter Spaziergang, schmucke Fassaden im Stil der Nationalromantik bieten schöne Fotomotive. Vielleicht sogar ein Motiv für einen Urlaubsgruß an die Lieben daheim.

Ob man sich nun für Mode, Interieur, Kunsthandwerk oder anderes interessiert, hier findet man alle Läden aufgelistet: www.designdistrict.fi

Text und Fotos von Tarja Prüss

Über die Autorin
Tarja Prüss ist Radio- und Fernsehjournalistin. Sie ist eine Kennerin und Liebhaberin Finnlands, ihr Reisebuch-Bestseller „111 Gründe, Finnland zu lieben“ ist eine Liebeserklärung an das Land ihrer Mutter. Die passionierte Fotografin hat dem schönen Land ein Blog gewidmet: tarjasblog.de.
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