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Literatur

Finlandia-Preis geht an den Romancier Pajtim Statovci

Finlandia – Finnlands renommiertester Buchpreis wurde am Mittwochnachmittag im Bio Rex Theater von der Finnischen Buchstiftung (Suomen Kirjasäätiö) in Helsinki verliehen. Das berichtete vorgestern das Nachrichtenportal Yle Uutiset.

Pajtim Statovci Bolla Finlandia
Pajtim Statovci. (Foto: Anniliina Lassila)
Der finnische Schrifsteller, Pajtim Statovci, erhält den Finlandia-Literaturpreis in der Kategorie Romanliteratur.

Der Finlandia-Preis wird jährlich in drei Kategorien verliehen: Roman, Sachbuch und Kinder- und Jugendbuch.

Pajtim Statovci erhielt den Preis für sein Buch mit dem Titel „Bolla“ (Otava Verlag). Die Jury nannte das Werk „einen schockierenden und berührenden Roman, der durch seine Ausdruckskraft besticht.“

Das Buch spielt zum Teil im Kosovo, dem Geburtsland von Statovci. Der Autor zog im Alter von zwei Jahren nach Finnland. Nach Angaben des Autors auf seiner Website soll der Roman bald auch in Deutschland erscheinen.

Zum Gewinner gekürt wurde der Schriftsteller von der Geschäftsführerin der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt, Yleisradio, Merja Ylä-Anttila. Statovci wurde von der Literaturkritik weltweit begeistert aufgenommen. Sein zweiter Roman mit dem englischen Titel „Crossing“, wurde sogar für den National Book Award nominiert – neben dem Pulitzer-Preis ist dieser der renommierteste Literaturpreis der USA.

Der Sachbuchpreis wurde vom Ökonomen und Autor, Sixten Korkman, ausgewählt und ging an das Buch „Metsä meidän jälkeemme“ („Der Wald nach uns“), der von Like veröffentlicht und von den Journalisten Anssi Jokiranta, Pekka Juntti, Anna Ruohonen und Jenni Räinä geschrieben wurde.

Die Jury lobte das Buch als: „Ein aktuelles, nicht wertendes und facettenreiches Buch über den Zustand der finnischen Wälder und den Klimawandel, in dem die natürlichen Wahrnehmungen, Erfahrungen und Gefühle der Menschen sowie das Fachwissen natürlich miteinander verschmelzen.“, heißt es bei Yle.

Der Finlandia-Jugendbuchpreis, ausgewählt vom Musiker Olavi Uusivirta, ging an Marisha Rasi-Koskinen für ihr Werk „Auringon pimeä puoli“ („Die dunkle Seite der Sonne“), erschienen im WSOY Verlag.

Die Jury bezeichnete das für junge Erwachsene bestimmte Buch als „einen ehrgeizigen und vielschichtigen Roman, der seine Leser auf eine Zeitreise entführt und dazu herausfordert, sich zu fragen, ob die lineare Zeit der einzige Weg ist, das Leben zu begreifen.“

Der Preis wird von einer dreiköpfigen Jury ausgewählt, in der Regel sind es drei bis sechs Werke in finnischer oder schwedischer Sprache. Aus dieser Vorauswahl vergibt ein Mitglied der Jury dann den Preis. Auch die nominierten Titel werden bekannt gegeben. Die Aufnahme in die Auswahl sorgt stets für hohe Auflagen. Jeder Preis ist mit 30.000 Euro dotiert.

ap

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