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Britische Corona-Mutation

Finnland beschließt mehrwöchigen Teil-Lockdown – „Werkzeuge reichen nicht mehr“

Auf einer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen gab die finnische Regierungschefin Sanna Marin bekannt, dass sich große Teile des Landes derzeit in einer Phase der Corona-Ausbreitung befinden würden.

Finnland Corona Mutation Lockdown
Premierministerin Finnlands, Sanna Marin.
(Foto: Laura Kotila, valtioneuvoston kanslia, CC BY 2.0)
Dies sei insbesondere auf die Verbreitung der hochinfektiösen britischen Corona-Variante zurückzuführen, sagte Marin. Der pandemische Zustand im Lande habe sich seit Weihnachten zusehends verschlechtert.

Die Situation scheint in der Tat ernst, denn etwa drei von vier neuen Corona-Fällen könnten inzwischen der Mutation zuzuordnen sein, sagen finnische Gesundheitsexperten.

„Die Werkzeuge, die uns bisher zur Verfügung standen, reichen nicht mehr aus, um die Situation zu kontrollieren“, begründete Marin daher die Entscheidung, die Teil eines mehrstufigen Präventionsplans ist.

Unter Verweis auf die zunehmende Gefährdung kündigte die Regierungschefin für den Zeitraum vom 08. bis zum 28. März unter anderem eine dreiwöchige Schließung von Kneipen, Bars und Restaurants an.

Entsprechende Gesetzesbeschlüsse über einerseits die Schließungen und andererseits daraus resultierende Entschädigungen würden dem Parlament in der kommenden Woche vorgelegt werden.

Ferner teilte Marin mit, dass Kindertagesstätten und Einrichtungen der Früherziehung geöffnet bleiben, ebenso wie Schulen bis Klasse 6. Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 sowie der Oberstufe werden hingegen in den Fernunterricht wechseln müssen.

Neueste Informationen des finnischen Instituts für Gesundheit und Wohlfahrt (THL) weisen zudem darauf hin, dass sich nicht alle Gebiete in Finnland noch bis in den März hinein auf den Lockdown vorbereiten können.

Vielmehr müssten in Helsinki, Uusimaa, Satakunta, Kanta-Häme, Vaasa, Åland und Lappland die Maßnahmen umgehend ergriffen werden, um die Situation unter Kontrolle halten zu können. Das Nachrichtenportal yle.fi berichtete.

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