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Die Zahl der Krankenhauseinweisungen ebenfalls deutlich gestiegen

Dänemark: Anstieg der Corona-Fälle um 50 Prozent – Trend dürfte sich fortsetzen

Das Statens Serum Institut, die dänische Behörde für Infektionskrankheiten, berichtet, dass die Zahl der Corona-Infektionen um 53 Prozent gestiegen sei, von 3.805 bestätigten Fällen in der Woche ab dem 23. Mai auf 5.830 Fälle in der Woche vom 30. Mai.

Corona Dänemark Inzidenz
Das Corona-Pendel schlägt nun auch in der warmen Jahreszeit aus. (Symbolbild: InkDropCreative / depositphotos.com)
Die Zahl der durchgeführten PCR-Tests stieg um 11 Prozent, und die Positivitätsrate in allen Regionen und in den meisten Altersgruppen ist ebenfalls gestiegen, so der SSI.

Die Zahl der Todesfälle und der Einweisungen in die Intensivstation ist konstant geblieben, während 23 Prozent mehr Menschen in Krankenhäuser eingeliefert wurden – überwiegend Patienten über 70 Jahre.

Während der Anstieg um 53 Prozent alarmierend erscheinen mag, betonen die Forscher, dass die Ausgangslage für die Fallzahlen in diesem Frühjahr niedrig war. Dänemark hat seine Schnelltestzentren im März geschlossen.

Die Gesundheitsbehörden empfehlen einen PCR-Test auf Covid-19 nur noch Leuten, die Symptome haben und bei einer Ansteckung mit dem Virus das Risiko einer schweren Erkrankung besteht.

Für enge Kontaktpersonen mit Infizierten oder bei denen der Verdacht besteht, dass sie infiziert sind, wird ein Test nicht mehr empfohlen.

Laut Allan Randrup Thomsen, Professor für experimentelle Virologie an der Universität Kopenhagen, sind die steigenden Infektionszahlen kein Grund zur unmittelbaren Sorge.

„Obwohl wir gesehen haben, dass sich das Virus auch bei warmem Wetter ausbreiten kann, sieht es so aus, als sei der Anstieg geringer, als wenn er im Winter stattgefunden hätte. Wahrscheinlich gibt es eine einschränkende Wirkung aufgrund der Jahreszeit“, sagte Thomsen dem Nachrichtendienst Ritzau.

Neue Omicron-Variante wird dominant

Eine neue Untervariante von SARS-CoV-2 Omicron, BA. 5, wird voraussichtlich in diesem Sommer die dominierende Form des Coronavirus werden. Viele neue Infektionen sind auf diese Subvariante zurückzuführen.

Das SSI erklärte, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass BA. 5 gefährlicher sei als die ursprüngliche Omicron-Variante.

Thomsen sagte, er rechne nicht damit, dass eine große Zahl von Menschen aufgrund der steigenden Infektionszahlen ernsthaft erkranken werde.

„Auch wenn die Impfstoffe nicht wirksam gegen eine Ansteckung sind, so scheinen sie doch gegen einen schweren Verlauf der Erkrankung zu wirken. Ich sehe dies daher als eine Welle, aber nicht als einen großen pandemischen Ausbruch, den wir Sommer erleben werden“, sagte er.

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