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Er schreibt und schreibt

Isländischer Krimi-Autor Arnaldur Indriðason: 24. Roman in 24 Jahren

Jedes Jahr pünktlich zum 1. November erscheint ein neuer Kriminalroman des isländischen Autors Arnaldur Indriðason.

Arnaldur Indriðason Krimi Island
Isländischer Krimiautor Arnaldur Indriðason. Auf Deutsch ist u.a. Verborgen im Gletscher: Island Krimi* erschienen. (Anneli Salo, CC BY-SA 3.0)
Seit exakt 24 Jahren geht das jetzt schon so. Und es wird weitergehen, sagt Indriðason, „solange mir die dafür nötigen Ideen in den Kopf kommen.“ Sein neuestes Werk heißt im Original Þagnarmúr, was frei übersetzt „Mauer des Schweigens“ bedeutet.

Es handelt von einem pensionierten Polizeibeamten namens Konrad (Konráð). Die Handlung changiert gekonnt zwischen Vergangenheit und Gegenwart des Protagonisten, an dem sich Autor Indriðason nun schon zum vierten Mal abarbeitet.

Besonders sympathisch lässt er ihn dabei bewusst nicht wegkommen. Konrad habe es schwer gehabt in seiner Kindheit, sagt Indriðason, worauf auch seine eher atypischen Ermittlungsweisen zurückzuführen seien.

Diese hangeln nämlich stets am Rande des Erlaubten oder darüber hinaus, was es aus Lesersicht natürlich spannend und interessant macht. Wie gut, wird man sich als Leser denken, dass solche Charaktere in der Regel fiktionale Gestalten bleiben.

Ob er schon zu Beginn des Schreibens wüsste, wie es am Ende ausgeht, wurde Indriðason dieser Tage in einem Interview gefragt. „Im Idealfall nein“, antwortete er, „denn wenn ich wüsste, wohin der Weg führt, würde ich ihn wahrscheinlich nicht gehen.“

Viele Romane von Arnaldur Indriðason sind auch auf Deutsch erhältlich. Die „Mauer des Schweigens“ ist noch nicht im Handel – vielleicht aber schon etwas für den Hinterkopf.

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sh

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