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Glückstreffer in trübem Gewässer

England: Fassungsloser Magnetfischer „angelt“ 400 Jahre altes Schwert aus Fluss in Dorset

Stephen Hill, ein passionierter Magnetfischer aus England, hat vor gut drei Wochen womöglich den Glückstreffer seines Lebens gelandet. Der 29-Jährige „angelte“ bei seiner Suche nach verborgenen Artefakten ein rund 400 Jahre altes Schwert aus dem Fluss Stour in Dorset.

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Das rund 400 Jahre alte Schwert unmittelbar nach der Bergung in einem Fluss in Dorset. (Bild: YouTube / Discovering Dorset The Shay Way)

In einem Video (s. unten) hat er den Moment festgehalten, in dem er seinen Magneten erst Meter für Meter aus dem trüben Wasser zieht, um kurz später völlig verdattert ein intaktes, gut einen Meter langes Schwert in Händen zu halten. Wow.

Er selbst schilderte den surrealen Moment so: „Ich wusste, dass ich etwas an dem Magneten hatte. Zuerst dachte ich, es wäre ein Stück Betonstahl oder ein Baugerüst, was ja ein ganz gewöhnlicher Fund gewesen wäre. Und Sekunden später war dann klar, was es war.“

Und weiter: „Das ist genau der Grund, weshalb ich mit dem Magnetfischen angefangen habe. Mein Ziel war immer, solch einmalige Entdeckungen zu machen. Diese hier war besonders aufregend, ich kann es noch immer kaum glauben.“

Die Waffe stammt wohl aus dem englischen Bürgerkrieg – und gehörte einem Kavalleristen

Nach ersten, noch nicht abschließend geklärten Einschätzungen dürfte das Schwert aus dem englischen Bürgerkrieg (1642 bis 1649) stammen. Es wird als wahrscheinlich angesehen, dass die Waffe damals einem Kavalleristen gehörte.

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Der surreale Moment, in dem Stephen Hill des Schwert erstmals am Magneten sieht. (Bild: YouTube / Discovering Dorset The Shay Way)

Gleich nach dem Fund hat Hill seinen Fang ordnungsgemäß bei einem lokalen Fundbeauftragten gemeldet. Seither befindet sich das Jahrhunderte alte Kriegsgerät in der Obhut von Spezialisten.

Unter welchen Umständen das Schwert in dem Fluss gelandet ist, ist damit noch völlig offen. Und offen ist auch, ob es hierzu jemals eine Antwort gibt. Hill aber hofft, dass den beteiligten Archäologen längst weiterführende Details aufgefallen sind.

Der Finder hofft auf einen würdigen Platz im Museum von Dorset

„Ich selbst habe nicht versucht, das Schwert zu reinigen, weil es auf mich sehr empfindlich wirkte. Ich bin daher extrem gespannt, ob sich Informationen über das genaue Alter finden. Oder möglicherweise Hinweise zu einer Schlacht oder einer Person“, sagte Hill vor wenigen Tagen.


(Video zum Glücksfund – aus dem YouTube-Kanal des Magnetfischers Stephen Hill)

Noch heißt es für ihn abwarten, bis Bedeutung und Wert des Schwertes offiziell sind. Der Finder selbst äußerte aber gegenüber der Daily Mail schon mal den Wunsch, dass das Schwert später einen würdigen Platz im Museum von Dorset erhalten möge.

„Ich habe mich mit dem Verbindungsbeamten in Verbindung gesetzt und werde mehr wissen, wenn sie sich bei mir melden“, sagt Hill, zu dessen Entdeckungen bislang eher Munition und Waffen aus dem 20. Jahrhundert gehörten. Mit dem Schwert ist er definitiv in andere Dimensionen vorgestoßen.

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