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Relikt aus schwedischer Bronzezeit

Wer errichtete diesen Phallus vor 3.000 Jahren?

Was die schwedischen Archäologen zunächst für ein bronzezeitliches Grab hielten, entpuppte sich als eine 52 Zentimeter lange Penis-Statue.

Phallus Skulptur Staue Schweden
Schwedische Archäologen indentifizieren den Stein als genau das, wonach er aussieht.
(Foto Arkeologerna, SHM)
Wie die Website der Staatlichen Historischen Museen Schwedens (SHM) Mitte September berichtete, sei bei einer archäologischen Ausgrabung in Rollsbo, nahe Kungälv bei Göteborg, ein fast zwei Fuß hoher aufrechter Phallusstein entdeckt worden. Der Phallus stand unter einem Haufen Steine, den die Archäologen für ein Grab aus der Bronzezeit hielten.

Um den in der Mitte der Fundstätte aufgestellten Stein herum befanden sich Rußflecken. Es wurden auch zwei kleine verbrannte Knochen gefunden, bei denen es sich wahrscheinlich um Tierknochen handelt. In der Nähe des Phallus befand sich ein Schlagstein. Anstehende archäobotanische Analysen werden wahrscheinlich die Annahme bestätigen, dass der Ruß vom verbrannten Getreide stamme, heißt es in der Pressemitteilung der Archäologen. Es handele sich möglicherweise um Opfergaben, die zusammen mit der Errichtung des Phallussteins im Rahmen von Fruchtbarkeitsritualen dargeboten wurden.

In der Nähe des errichteten Steins lag ein Felsbrocken. Zwischen zwei Randsteinen, die Teil der Anlage sind, wurde ein vollständig kreisförmiger roter Stein gefunden. Diesen kleinen Stein, der sich von allen anderen steinernen Materialien der Fundstelle unterscheidet, interpretieren die Archäologen als absichtlich an der Stelle platziert. Welche Bedeutung genau der Stein hatte, ist jedoch unklar.

Archäologie Phallus
Die Stelle, an der der Phallus unter der Steinen gefunden wurde. (Foto Arkeologerna, SHM)
Das vermeintliche Grab war tatsächlich in erster Linie ein Bauwerk, das um den Phallus errichtet wurde. Die ersten Untersuchungen zeigen, dass das Monument aus der schwedischen Bronzezeit stammt (1800–500 v. Chr.).

Phallische Steine sind keine Seltenheit, sie finden sich oft beispielsweise an Kommunikations- und Handelswegen, und wurden mit Kraft und Stärke in Verbindung gebracht. Dieser Fund ist jedoch von einer seltenen Art, da er so offensichtlich einem Penis ähnelt, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Arkeologerna.

ap

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