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Elvavrålet

Was bedeuten die nächtlichen Schreie im schwedischen Uppsala? (Video)

Zugegeben, der Brauch des Nachtschreiens (flogstavrålet) gilt nicht für ganz Uppsala, sondern nur für das bei Studenten beliebte Wohngebiet „Sernanders väg“ im Stadtteil Flogsta. Hier aber umso konsequenter.

Uppsala in Abendstunden. (Foto: Shubhesh Aggarwal)
Jeden, wirklich jeden Abend um 22.00 Uhr geht es los. Einer macht den Anfang – und die Schrei-Orgie nimmt ihren ohrenbetäubenden Lauf.

Das Phänomen ist seit den 1970er Jahren bekannt und war Gegenstand wissenschaftlicher Arbeiten. Die Schreie gelten als Ventil für die Sorgen, die Ängste und den Stress vom Tage. Lasst es raus, lautet das Motto.

Elvavrålet – Der Schrei hat viele Namen

Die studentische Tradition des elvavrålet (zu dt. etwa: Elf-Uhr-Gebrüll) gibt es außer in Uppsala auch in anderen Studentenstädten Schwedens: In Lund heißt es delphirålet, benannt nach dem dortigen Wohngebiet Delphi. In Stockholm heißt es lappkärr, nach dem Wohngebiet Lappkärrsberget benannt.

Normalerweise wird um 22:00 oder 23:00 Uhr losgeschrien, auf Lappkärrsberget nur Dienstags.

Gut möglich, dass die Schreie derzeit durch Corona noch etwas lauter sind als sonst. Das folgende Video zeigt den bemerkenswert schrägen Ablauf der Veranstaltung.

sh

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