Rückhalt für das staatliche Alkoholmonopol weiterhin hoch

Schweden trinken weniger Alkohol, Umsätze bei Systembolaget steigen dennoch

| 13.02.2018 - 11:37 Uhr

Der staatliche Alkoholmonopolist, Systembolaget, veröffentlicht seine Verkaufsstatistik des Jahres 2017. Dem Bericht nach, wurde 2017 weniger Alkohol verkauft als im Jahr davor, dennoch stiegen die Umsätze von Systemet im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Alterskontrolle im Systemblaget

Alterskontrolle im Systemblaget. Verkauf an Personen unter 20 Jahren ist verboten.
(Foto Systemblaget)


Die Erklärung dafür wird vom Unternehmen mitgeliefert. Die Schweden griffen öfter zum teureren Alkohol, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, obgleich der Pro-Kopf-Alkoholverbrauch zwischen 2016 und 2017 von 9,2 Liter auf 9,0 Liter zurückging. Der Gewinn für das Jahr 2017 belief sich auf 282 Mio. SEK (ca. 28,419 Mio. EUR). Der Nettoumsatz betrug im vergangenen Jahr 29,355 Mrd. SEK (2,958 Mrd. EUR).

Die Geschäftsführerin Magdalena Gerger sagte, dass der Umsatzanstieg zum Teil darauf zurückgeführt werden kann, dass die Schweden öfter zu „Premiumweinen“ griffen bzw. zu solchen, die mehr als 120 Kronen (ca. 12,10 EUR) kosteten. Andererseits kosteten im Jahr 2017 mehr Weine 120 Kronen und mehr, da am 1. Januar 2017 eine Alkoholsteuererhöhung in Kraft trat.

Der Jahresbericht stellt außerdem fest, dass der Trend zum höherpreisigen Alkohol im ganzen Land festzustellen ist, vor allem jedoch in größeren Städten eine Rolle spielt. Seitens des Unternehmens hieß es, man werde weiterhin das Qualitätssegment im Alkoholverkauf ausbauen, um den negativen Trend im Pro-Kopf-Konsum zu unterstützen.

Jedes Jahr findet eine Befragung statt, um sich der Unterstützung für das schwedische System der Alkoholkontrolle zu versichern. Nach Angaben von Systembolaget, sind 76 Prozent der Schweden mit dem staatlichen Alkoholmonopol einverstanden. 84 Prozent der Kunden gaben an, mit der Handelskette zufrieden zu sein.

ap

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