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„Sehr ernste Situation“

Corona: Auch Schweden erhöht Druck auf Bevölkerung

Schwedens Premierminister Stefan Löfven sprach am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz aus, was die Zahlen schon seit Tagen andeuteten: „Wir haben eine sehr ernste Situation. Die Corona-Ruhepause, die wir im Sommer hatten, ist vorbei.“

Corona Maßnahmen Schweden
Die Situation ist ernst. Corona-Maßnahmen in Schweden werden verschärft. (Symbolbild: Jernej Furman, CC BY 2.0)
Zuvor hat sich die Zahl der Coronavirus-Infektionen in dem skandinavischen Land innerhalb von zwei Wochen verdoppelt. Auch die Zahl der intensivmedizinischen COVID-19-Behandlungen steigt und steigt.

Als Konsequenz daraus sieht sich nun auch Schweden gezwungen, seinen im internationalen Vergleich sehr liberalen Anti-Corona-Kurs an das Infektionsgeschehen des Landes anzupassen. Gebietsweise jedenfalls.

Konkret wurden einem Bericht der „Daily Mail“ zufolge für vier schwedische Regionen beträchtliche Schutzmaßnahmen beschlossen, darunter die drei größten Städte des Landes: Stockholm, Göteborg und Malmö.

Zu den neuen Richtlinien gehört, dass man Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel, Fitnessstudios und Museen möglichst meiden soll. Außerdem sind Verabredungen für einen Restaurantbesuch nur noch Gruppen von maximal acht Personen erlaubt.

Und generell gilt natürlich: Körperkontakt vermeiden, wo immer es möglich ist. Auch Homeoffice soll möglichst angewandt werden. Die erstgenannten Regelungen sollen mindestens bis zum 17. November bestehen bleiben.

Schwedens bisheriger Corona-Kurs (ohne Lockdown) hat international beides auf sich gezogen: Bewunderung und Kritik. Zur Realität gehört jedoch, dass die Pro-Kopf-Todesrate des Landes um ein Mehrfaches höher ist als bei den nordischen Nachbarn.

sh

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