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Schottland kann weltweit führend werden

Populärer Umweltschutz-Plan: Weite Teile Schottlands „der Natur zurückgeben“

Nicht nur Umweltschützer in Schottland fordern, der Natur wieder deutlich mehr Raum zur freien Entfaltung zu geben. Auch die Bevölkerung wäre mit an Bord: In einer aktuellen Befragung der Scottish Rewilding Alliance gaben 76 Prozent der Schotten an, dafür zu sein, dass weite Teile ihres Landes renaturiert, also der Natur „zurückgegeben“ werden.

Renaturierung Schottland
Schottlands Landschaft sieht auf vielen Fotos fast automatisch wie gemalt aus. Schotten und Schottinen wollen, laut Umfrage, die Natur mehr schützen und sich selbst überlassen.
(Foto: AJ Wallace)
Schottland hätte damit die Chance, zu einem globalen Vorreiter der Idee zu werden. Der ambitionierte Plan der Umweltschützer lautet: bis 2030 etwa 30 Prozent der schottischen Land- und Meeresflächen sich selbst überlassen.

„Wir haben in Schottland den Platz, den Einfluss und den öffentlichen Rückhalt, um weltweit führend bei der Rettung der Natur und unser selbst zu werden“, heißt es in einem Statement der Scottish Rewilding Alliance, einem Bündnis von gut 20 Umweltorganisationen.

Ihr Vorschlag liegt laut iNews nun zur Prüfung auf dem Tisch der schottischen Regierung. Es ist Wahlkampf. Man darf gespannt sein.

Mensch, lass ab! Die Natur wird’s richten

Wie wichtig solche Initiativen sind, zeigen deprimierende Zahlen der Vereinten Nationen (UN) vom September 2020. Darin heißt es, in der letzten Dekade habe weltweit kein einziges Land die selbst gesteckten Biodiversitätsziele erreicht.

Das gilt bis dato auch für Schottland. Umweltschützer monieren, dass trotz dünner Besiedlung und großer Freiflächen bislang lediglich 1,5 Prozent des Landes in Naturschutzgebiete und bloß 4 Prozent in heimische Wälder umgewandelt wurden.

Der Gegenentwurf der Unterstützer: Die Renaturierung umfassender Land- und Meerflächen könnte von Menschenhand degradierte Lebensräume wiederherstellen und gefährdete Arten ideal schützen.

Gelingen könne dies durch die Wiederherstellung und Erweiterung bestehender Wälder, Moore und Torfgebiete – ganz ohne den Verlust landwirtschaftlicher Nutzflächen.

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sh

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