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Mindestpreis für Alkoholika in Schottland

Studie untersucht Auswirkungen des Alkoholgesetzes auf Obdachlose

Im Mai letzten Jahres hat Schottland als erstes Land der Welt einen Mindestpreis für Alkohol eingeführt. Nun untersucht eine Studie der Glasgow Caledonian University die Auswirkungen des Alkoholgesetzes auf Obdachlose.

Schottland Alkoholgesetz
Seit Mai 2018 darf in Schottland kein Billigalkohol mehr verkauft werden. Die Auswirkungen dieses Gesetzes werden nun untersucht.
Die BBC-Website berichtet heute darüber, dass Forscher untersuchen wollen, wie die neue Alkoholgesetzgebung seit ihrem Inkrafttreten die Trinker beeinflusst hat. Experten von drei Universitäten, darunter die University of Victoria in Kanada, werden die Studie begleiten, so die BBC.

„Wir müssen die potenziellen Vorteile dieser Politik für Obdachlose untersuchen, aber wir müssen auch mögliche negative Konsequenzen verstehen“, sagte Prof. Carol Emslie, Mitleiterin des Projekts, gegenüber der BBC.

„Wir wissen nicht, wie schutzbedürftige Gruppen wie obdachlose Menschen sich an den höheren Preis für Alkohol wie Wodka und starken Apfelwein gewöhnt haben.“

„Unsere Studie wird anderen Ländern, die die Einführung der Richtlinie planen, Orientierungshilfe bieten.“

Die Ergebnisse der ersten Studie dienen auch dazu, das schottische Parlament über die Auswirkungen des neuen Gesetzes zu informieren.

Prof. Lawrie Elliott, Co-Leiterin des Projekts, sagte: „Man könnte meinen, MUP (Mindeststückpreis-Gesetz, Anm. d. Red.) würde Obdachlose und Straßentrinker am meisten treffen, da sie die ärmsten Bevölkerungsgruppen der Gesellschaft darstellen und dazu neigen, billigen Alkohol zu konsumieren. Wir wissen dies jedoch nicht und wissen auch nichts über unbeabsichtigte Konsequenzen der Gesetzgebung, zum Beispiel die Umstellung auf illegalen Alkohol oder Drogen.“

Schottland hat im vergangenen Jahr dem Billig-Alkohol ein Ende gesetzt, indem es Mindeststückreise für Alkoholika verordnet hat. Die schottische Regierung begründete die Entscheidung damit, dass das neue Gesetz den Konsum senken und Leben retten würde.

Starker Apfelwein und billige Wodka- und Whisky-Eigenmarken verzeichneten den größten Preisanstieg. Der in Großbritannien und Irland sehr beliebte englische Apfelwein stieg im Preis von £2,50 auf £7,50.

Der Preis für billigen Wodka, Gin und Whisky stieg um bis zu 3 Pfund pro Flasche, billige Weine und Biere sind ebenfalls betroffen. Auch Markenhersteller wie Smirnoff Wodka, Famous Grouse Whisky und Tennent’s Lager können betroffen sein, besonders, wenn sie im Sonderangebot sind.

Der Mindeststückpreis betrifft nur Supermärkte; Spezialgeschäfte und Pubs werden vom neuen Gesetz nicht tangiert, da diese in der Regel keinen Billig-Alkohol anbieten.

Das Gesetz ist keine Steuer, zusätzliche Einnahmen aus höheren Preisen fließen in die Supermärktbetriebe.

ap

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