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Gänsehaut-Fund in alter Truhe

In Schottland entdeckt: Schlüssel zu Napoleons Zimmer wird versteigert

Es muss ein sehr spezieller Moment gewesen sein, den die Nachfahren des schottischen Soldaten Charles Richard Fox kürzlich beim Auspacken einer alten Truhe erlebten.

Napoleon Schlüssel
„Der Schlüssel zu Napoleons Zimmer“, um 1815. (Foto: Sotheby’s)
Wie aus dem Nichts hielten sie auf einmal ein kleines Stück Zeitgeschichte in Händen: und zwar den Schlüssel zu dem Zimmer, in dem Napoleon Bonaparte 1821 auf der Südatlantikinsel St. Helena verstorben war – nebst einem Briefumschlag und ein paar Notizen, die die Echtheit des Fundes belegen.

Südatlantik und Truhe in Schottland? Wie passt das zusammen? Im Grunde ist es ganz einfach: Nachdem Napoleon in der Schlacht bei Waterloo seinen Herausforderern – dem Duke of Wellington und dem preußischen Generalfeldmarschall Blücher – unterlegen war, wurde er bis zu seinem Tod als britischer Gefangener auf St. Helena festgehalten.

Wochen nach Napoleons Todestag, dem 05. Mai 1821, hatte aus nicht näher bekannten Gründen Charles Richard Fox Zugang zu den standesgemäß gehobenen Räumlichkeiten des prominenten Gefangenen.

Und so soll Fox als Geschenk für Baroness Holland, seine Mutter und glühende Anhängerin Napoleons, den Schlüssel zum Schlafgemach (und zugleich Todeszimmer) des ehemaligen französischen Kaisers an sich genommen haben.

Von hier aus landete der Schlüssel schließlich in jenem Landhaus außerhalb von Edinburgh, in dem der kleine Schatz nun geborgen wurde. Ziemlich genau 200 Jahre nach Napoleons Tod.

Der Schlüssel wird laut einem BBC-Bericht nun zur Versteigerung bei Sotheby’s angeboten. Zusammen mit dem Umschlag und den Notizen, die ebenfalls in der Truhe gefunden worden sind, wird sein Wert auf bis zu 5.000 Britische Pfund geschätzt. Das aktuelle Gebot liegt bei 9.000 Pfund.

David Macdonald von Sotheby’s zu dem Fundstück: „Dieser Schlüssel hat etwas ganz Besonderes an sich. Vor allem, weil er aus dem Raum stammt, in dem Napoleon verstarb.“

Das Anwesen in St. Helena, wo Napoleon festgehalten wurde, war „keineswegs eine Gefängniszelle“, sagte Macdonald und soll einige Annehmlichkeiten geboten haben. „Napoleon war ein respektierter Feind“, schildert Macdonald.

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sh

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