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Kulinarischer Norden

Jólaöl aus Island – Rezept für Weihnachtsbier ohne Alkohol

Weihnachten ist schon ein bisschen rum. Daher muss dieser Tipp aus Island als Anregung fürs nächste Fest der Liebe dienen. Das Zeug zur absoluten Überraschung hat er jedenfalls. Es geht nämlich um Malt og Appelsín – sinngemäß Malz und Apfelsine –, was man in Island mit großer Freude zu einem traditionellen Weihnachtsbier namens Jólaöl zusammenmischt.

Jólaöl Island Weihnachtsbier Rezept
Alle Zutaten für Jólaöl – sieht nicht weihnachtlich aus, schmeckt aber so.
(Foto: Gunnar Sigurður Zoega Guðmundsson, CC BY-NC-ND 2.0)
Und keine Sorge: Obwohl man den Isländern ja eine gewisse Trinkfestigkeit nachsagt, ist Jólaöl nicht der Stoff, mit dem man sich das Weihnachtsfest gleich an Heiligabend ruinieren kann. In den allermeisten Fällen kommt das Getränk nämlich mit 0% Alkohol aus.

Die Zutaten:

  1. Bei Malz handelt es sich um ein uraltes isländisches Getränk. Im Grunde nichts anderes als unser Malzbier, also recht dunkel und süßlich. Erzählungen zufolge soll Malt in Island relativ lange relativ teuer gewesen sein, weshalb das Mischen per se Sinn ergab – einfach um den Genuss des Malzbiers zu strecken. Hieraus müsste, wir wissen es nicht genau, die Idee zum Mixgetränk Jólaöl entstanden sein.

  2. Komponente zwei ist Appelsín, eine inzwischen ebenfalls traditionelle isländische Orangenlimonade. Immerhin hat die größte Brauerei der Insel, Ölgerðin, das Getränk bereits seit Mitte der 50er Jahre im Programm. Geschmacklich ist Appelsín kompromisslos süß, weshalb man auf die Kombination mit Malz nicht auf Anhieb kommen muss. Etwas Experimentierfreudiges müssen die Erfinder des Jólaöl also gehabt haben.

Die Mischung: Hier hört die Freundschaft auf

In Island ist ein regelrechter Kulturkampf entstanden, welches Mischungsverhältnis bei Jólaöl denn das richtige sei. 50/50? Oder 60/40? Und zwar zugunsten des Malzbieres! Oder etwa nicht? Über diese Frage sollen auf der Insel schon die Fäuste geflogen sein. Und da das alkoholfreie Jólaöl eher nicht im Verdacht steht, handfeste Aggressionen auszulösen, dürfte am Ernst der Debatte durchaus etwas dran sein.

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Inzwischen soll es sogar noch eine dritte, komplett abtrünnige Fraktion geben, die noch eine guten Schuss Coca Cola beimischt. Also irgendwas um 50% Malt, 30% Appelsín und 20% US-Brause. Das nährt die Befürchtung, dass es mit dem Frieden auf der Insel ganz vorbei sein dürfte, sobald jemand auf die Idee kommt, zur Abrundung noch Red Bull einzubauen. Bis dato ist hierzu nichts überliefert.

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sh

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