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„Ein wunderschöner Ort, ein sicherer Platz, um eine Familie zu gründen“

Mietfrei wohnen auf Inis Meáin: Über tausend Familien haben sich beworben

Wenige Menschen leben auf Inis Meáin, viele wollen jedoch nun dahinziehen, und nur eine Familie wird diese Ehre bekommen. Das Projekt „Mietfreies Wohnen auf Inis Meáin“ hat einen unerwartet großen Widerhall erzeugt – bis nach Australien und Kanada.

Inishmaan Inis Meáin
Typische kleingliedrige Landschaft mit Steinwällen auf den Aran-Inseln. (Foto: Alex Houque)
Mehr als 1.300 Familien haben sich im Rahmen einer Initiative beworben, um ein Jahr lang mietfrei auf Inis Meáin wohnen zu dürfen.

Die Initiative wird von einer Gemeindeentwicklungsorganisation auf der Insel vor der Küste Galways durchgeführt, die sich über die Resonanz sehr erfreut zeigte.

Comhlacht Forbartha Inis Meáin heißt die Organisation auf der Insel, die das Projekt am 20. Juli startete.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist am kommenden Mittwoch, dem 10. August, plant die Gruppe, eine Reihe von Familien zum Gespräch einzuladen. Die Bewerber, die ausgewählt werden, sollten sich gut in die aktive Insel-Gemeinschaft integrieren und in der Lage sein, ihre Haushaltsrechnungen zu bezahlen.

„Mietfrei heißt nicht frei von Rechnungen“, sagte Mairéad Ní Fhátharta, Vorsitzende von Comhlacht Forbartha Inis Meáin und Direktorin der Coláiste Naomh Eoin, der weiterführenden Schule auf Inis Meáin, in einem früheren Interview gegenüber TheJournal.ie.

Gegenüber Irish Times gab sie zu, dass man nicht mit der großen Resonanz gerechnet habe.

„Wir haben internationales Interesse und alle Arten von Medienangeboten, vom australischen Radio bis zu kanadischen Zeitungen, die uns kontaktiert haben, das ist auf eine gewisse Weise fantastisch, aber natürlich kann es nur eine erfolgreiche Familie geben“, sagte sie.

Lage Inis Meáin Inishmaan
Die Lage von Inis Meáin. Anglisiert wird die Insel auch Inishmaan genannt.
Die Insel ist ein wichtiges Zentrum der traditionellen irischen Kultur. Sie ist Gaeltacht-Region, das heißt die irische Sprache ist die Hauptsprache auf der Insel.

„Natürlich ist Gaeilge die Sprache unserer Schulen, unserer Gemeinschaft, wir sind Teil der Politik der Oideachas Gaeltachta, also werden wir Menschen bevorzugen, die die Sprache beherrschen, da die Integration für sie und für uns viel einfacher sein wird“, fügte Ní Fhátharta hinzu.

Die Organisation Comhlacht Forbartha Inis Meáin wurde 2016 von den Inselbewohnern gegründet, um die Insel zu fördern, um die Versorgung sicherzustellen, die Sprache zu bewahren, Finanzmittel zu beschaffen und ein besseres Leben für die Inselbewohner zu gewährleisten.

Der Schatzmeister der Organisation, Dara Ó Madaoin, sagte, die Insel habe viel zu bieten: „Es ist ein wunderschöner Ort, ein sicherer Platz, um eine Familie zu gründen, eine kleine, aber florierende Gemeinschaft, in der sich alle kennen. Man kann sich immer auf die anderen Mitglieder der Gemeinschaft verlassen. Es ist sprachlich und kulturell eine sehr, sehr reiche Gegend.“

Auf der Insel gibt es eine Vorschule, eine Grundschule und eine weiterführende Schule sowie ein neu eröffnetes digitales Technologiezentrum für Telearbeit.

Direktorin Ní Fhátharta sagte, die Resonanz, die sie erhalten habe, gebe der Gemeinde Hoffnung für die Zukunft der Insel: „Die Anzahl der Menschen, die hier leben wollen, sobald man ihnen die Möglichkeit dazu anbietet, ist großartig. Die Möglichkeiten der Fernarbeit sind endlos, und es ist ein idealer Ort zum Leben, und man weiß, dass es eine Nachfrage gibt, und das ist schön.“

Sie betonte, das Inselleben sei eine „andere Lebensweise, für die man hart arbeiten muss, um den Laden am Laufen zu halten …“

Ein Überschuss des Vereins aus dem letzten Jahr habe sie dazu veranlasste, die Initiative zu starten: „Wir haben uns gefragt, wie wir am besten mit diesem Geld umgehen sollten, und wir dachten, es wäre eine gute Idee, ihn an die Gemeinschaft hier zurückzugeben und zu versuchen, einer Familie zu helfen, indem wir ihnen den Druck aus der Miete etwas nehmen“, sagte Schatzmeister Ó Madaoin zu Irish Times.

„Ich denke, es ist eine Win-Win-Situation für alle, denn die Familie, die hierher kommt, muss ein Jahr lang keine Miete zahlen, und es bedeutet auch, dass mehr Menschen auf der Insel leben werden; wir bereichern die Gemeinschaft“, fügte er hinzu.

Inis Meáin ist die bevölkerungsmäßig kleinste der Aran Islands, vom Tourismus ist hier weniger zu spüren als auf den Nachbarinseln Árainn und Inis Oírr. Laut einer Volkszählung von 2016 leben 183 Menschen auf der Insel. Die „Hauptstadt“ der Gemeinde ist An Córa.

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