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Ein Rekord für die Ewigkeit?

Norwegens Vinmonopolet hat noch nie so viel Alkohol verkauft wie 2021

Das zweite Jahr in Folge stellt Norwegens staatlich kontrollierter Alkoholhändler Vinmonopolet einen neuen Verkaufsrekord auf. Die Geschäftsführung des Unternehmens geht davon aus, dass der Rekord für lange Zeit bestand haben werde.

Vinmonopolet Verkaufszahlen Norwegen
In der Vinmonpolet-Filiale im Osloer Stadtteil Briskeby. (Foto: Bjørn Erik Pedersen, CC BY-SA 3.0)
Im Jahr 2020 wunderte man sich noch, als der Umsatz von Vinmonopolet um 20 Prozent anstieg. Nun sind die Bilanzen für 2021 fertig, und man wundert sich über gar nichts mehr.

Vinmonopolet ist das Spirituosenkette im Besitz des norwegischen Staates. Es handelt sich um ein buchstäbliches Monopol, da es der einzige Ort ist, an dem in Norwegen Alkohol mit einem Alkoholgehalt von mehr als 4,7 Vol.-% verkauft werden darf, abgesehen von Bars und Restaurants.

Einem Bericht der norwegischen Wirtschaftszeitung Dagens Næringsliv zufolge wurden bis zum 23. Dezember 116,4 Millionen Liter verkauft. Das ist mehr als der letztjährige Rekord von 113,6 Millionen.

„Wir verkaufen mehr als im Corona-Jahr 2020. Es war ein enormer Sprung für das gesamte Unternehmen“, sagte Vinmonopolet-Kommunikationsmanager Jens Nordahl.

Nordahl fügte hinzu, dass er für das Jahr 2021 einen Gesamtabsatz von 118 Millionen Litern erwartet.

Die größten Zuwächse verzeichneten Vinmonopolet-Läden in ländlichen Gebieten, die bei Hüttenbesitzern beliebt sind. Viele Norweger verbrachten im Jahr 2021 viel mehr Zeit in ihren Hütten als sonst, und viele arbeiteten von ihrem Zweitwohnsitz aus.

Morweger:innen trinken nicht mehr als sonst

Auch wenn ein zweites Rekordjahr für Alkoholverkäufe hinter uns liegt, bedeutet dies nicht unbedingt, dass die Norweger mehr getrunken haben.

Die Alkoholverkäufe in Norwegen sind aufgrund der einzigmöglichen Bezugsquelle, den Vinmonopolet, relativ leicht nachzuvollziehen. Aufgrund der hohen Steuern und Abgaben auf Alkohol in Norwegen beziehen viele Norweger ihren Alkohol größtenteils oder vollständig aus dem Ausland, wo die Verkäufe nicht so leicht zu erfassen sind.

Die internationalen Reisebeschränkungen haben jedoch dazu geführt, dass sich weit weniger Menschen mit Spirituosen und Weinen aus den Duty-free-Läden der Flughäfen oder Schifflinien eindecken. Auch Schweden schloss zwischenzeitlich seine Grenze, sodass die sonst üblichen Alkohol-Einkauftouren (in Norwegen harrytur genannt) ins Nachbarland ausfielen.

Auch Bars und Restaurants waren während eines Großteils des Jahres 2021 geschlossen oder unterlagen Beschränkungen. Das Vinmonopolet blieb jedoch mehr oder weniger das ganze Jahr über geöffnet.

Ein Rekord für die Ewigkeit?

Nordahl sagte, er glaube, dass der neue Rekord nicht gebrochen werden wird, da das Ende der pandemiebedingten Reisebeschränkungen erwartet wird – oder zumindest eine Lockerung.

Offene Grenzen bedeuten, dass der norwegische Spirituosenhandel wieder einmal Umsätze an Duty-Free-Läden und Geschäfte jenseits der Grenze in Schweden verlieren wird.

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Unser QUIZ zum Thema NORWEGEN

ap

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