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Sehenswert – oder einfach nur drüber?

Neue Panorama-Brücke am Vøringsfossen-Wasserfall in der Kritik

Der Vøringsfossen-Wasserfall gehört zu den bestbesuchten Natur-Attraktionen Westnorwegens.

Das liegt auch daran, dass er in die Hardangervidda-Route eingebunden wurde. Eine Straße, die auf einer Länge von gut 65 Kilometern das größte Hochgebirgsplateau Nordeuropas überquert.

2019 sollen etwa 300.000 Touristen den Wasserfall besucht haben.

Damit nicht genug: Mit einem spektakulären Bauprojekt verfolgt die zuständige Tourismusbehörde das Ziel, die Besucher-Attraktivität des Wasserfalls nochmals zu erhöhen.

Es handelt sich um eine Fußgängerbrücke des Architekten Carl-Viggo Hølmebakk, die die Vøringsfossen-Schlucht mit einer Länge von etwa 50 Metern komplett überspannt – und so eine zugegebenermaßen atemberaubende Perspektive auf den über 180 Meter hohen Wasserfall freigibt.

Integriert in das Projekt sind zudem Aussichtsplattformen und Zäune, die für deutlich mehr Sicherheit sorgen sollen. Denn der Leichtsinn einiger Touristen hat in dem Gebiet jahrelang für Probleme gesorgt. Manchmal sogar mit tragischem Ausgang.

So sieht ein Imagefilm des Verbandes „Norwegische Landschaftsrouten“ die Brücke

Trotzdem können sich laut einem Forbes-Bericht längst nicht alle Norweger mit dem Projekt anfreunden. Von „Zirkus in den Bergen“ und architektonischer „Misshandlung einer Naturikone“ ist in kritischen Kommentaren die Rede.

Exemplarisch zitiert das Magazin den norwegischen Fotograf, Autor und Bergsteiger Stein P. Aasheim wie folgt:

„Ich hätte die Logik dahinter verstanden, wenn es um die Förderung eines bislang unbekannten Ziels gegangen wäre. Da liegt Vøringsfossen jedoch am entgegengesetzten Ende der Skala.“

Seit Mitte der 90er Jahre investiert Norwegen kräftig in die Infrastruktur seiner Panoramastraßen. Ein Teil davon ist die Hardangervidda-Route. 2023 werden die auf zwei Dekaden angelegten Investitionen auslaufen.

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sh

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