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Erneuerbarer Energieaustausch

Norwegen: 600 km lange NordLink-Verbindungsleitung nach Deutschland eingeweiht

Im Rahmen einer digitalen Veranstaltung haben am Donnerstag Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg und Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel ein neues Kapitel in der energie- und klimapolitischen Zusammenarbeit beider Länder eröffnet.

Nordlink
Das Kabelverlegeschiff „Nexans Skagerrak“ verlegt die ersten Meter Seekabel von NordLink in Norwegen. (Foto: TenneT)
Offiziell eingeweiht wurde von den beiden Politikerinnen NordLink, eine 623 Kilometer lange und 1,4 Gigawatt leistende Verbindungsleitung, die in Zukunft den zielgerichteten Energieaustausch zwischen beiden Nationen ermöglichen soll. Speziell dann, wenn deutsche Windenergie- oder norwegische Wasserkraftanlagen Überkapazitäten produzieren.

Nach mehrmonatiger Testphase ist die Verbindung bereits im April dieses Jahres in Betrieb genommen worden. Die Realisierung des Projektes hat etwa fünf Jahre gedauert, die Gesamtkosten werden laut dem Fachmagazin RenewablesNow auf etwa 1,8 Milliarden Euro geschätzt.

Solberg sagte bei der Veranstaltung: „NordLink wird zu einer effizienteren Nutzung der Energieressourcen beitragen und den Grundstein für weitere Investitionen in die erneuerbare Stromerzeugung legen.“

Ähnlich urteilte auch Merkel: „NordLink trägt als erste direkte Strombrücke nicht nur zur Stabilisierung der Energiepreise in beiden Ländern bei, sondern ist auch ein Meilenstein für die nachhaltige Energieversorgung und den Klimaschutz in Europa.“ Denn im Mittelpunkt stehe nichts anderes als der Austausch erneuerbarer Energie.

Zugleich darf NordLink als ein europäisches Energie-Großprojekt betrachtet werden, das im Vergleich zur international heftig kritisierten Gaspipeline Nord Stream 2 (zwischen Russland und Deutschland) eher politisch geräuschlos über die Bühne gegangen ist.

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sh

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