Kommunalpolitiker sehen Verantwortung bei der Zentralregierung

Wo in Litauen lebt es sich am besten?

| 14.11.2018 - 8:00 Uhr

Am Montag wurden die Ergebnisse einer Analyse veröffentlicht, wonach die drei attraktivsten Orte zum Leben in Litauen die Städte: Vilnius, Kaunas und Neringa sind.

Wohlstandsindex Litauen

(Grafik von Vilniaus politikos analizės institutas)


Auf Basis statistischer Werte des Jahres 2017 hat das Institut VIPA (Vilnius Institute of Policy Analysis) ein Ranking für Städte und Gemeinden erstellt, in denen es sich am besten leben lässt. Der Index wurde an den fünf Kriterien gemessen: Soziale und körperliche Sicherheit, stabile und entwicklungsfähige Wirtschaft, Bildungsmöglichkeiten und Ausgewogenheit der Demografie.

Vilnius, Kaunas, Siauliai und etliche Gemeinden im Westen Litauens rangieren oben, wenn es um körperliche Sicherheit geht. Hinzu kommt, dass Vilnius und Kaunas, sowie Klaipeda besonders gut beim Aspekt der sozialen Sicherheit abschneiden.

Vilnius und Kaunas bieten außerdem die besten Bildungsmöglichkeiten, gefolgt von Siauliai, Klaipeda und Panevezys.

Als Hauptstadt und größte Stadt des Landes, überragt Vilnius mit einem Indexwert von 8,1 alle anderen Städte und Gemeinden. Danach kommen, schon mit Abstand, Kaunas und Neringa.

Top 10 des Wohlstandindex‘ in Litauen nach VIPA

  1. Vilnius Stadt 8,1
  2. Kaunas 6,7
  3. Neringa 6,6
  4. Klaipeda Stadt 6,4
  5. Gemeinde Klaipeda 6,2
  6. Šiauliai 6,1
  7. Gemeinde Kaunas 6,0
  8. Palanga 5,7
  9. Gemeinde Kretinga 5,5
  10. Gemeinde Vilnius 5,5

Das Schlusslicht der 60 bewerteten Städte und Gemeinden bilden Joniskis, Birzai, Alytus, Kupiskis, Kelme, Kalvarija, Ignalina, Lazdijai und Zarasai. Die Auswertung und die Liste aller Gemeinden befindet sich auf der Webisite des VIPA.

Kommunalpolitiker interessiert, Parlamentsvertreter bleiben fern

Bei der Präsentation am Montag fehlten Vertreter des Parlaments (Seimas), wie die Website etaplius.lt gestern berichtete. Obgleich der Veranstalter Parlamentarier eingeladen hatte. Das Institut plant, trotz der Abwesenheit ranghoher Politker, Empfehlungen an die Politik abzugeben, wie bestimmte Entwicklungen auf kommunaler Ebene durch Modifikation von Gesetzen besser gesteuert werden könnten.

Die Bürgermeister der Kommunen, die der Veranstaltung beiwohnten, betonten, dass demografische und strukturelle Probleme vieler Regionen größtenteils vom Gesetzgeber abhingen.

„Unsere Region ist im Index tiefrot. Doch was daran liegt in unserer Verwantwortung? Es stellt sich heraus, dass es nur zu 17% an uns liegt, obwohl wir 100% sind. Wir leben dort und übernehmen Verantwortung für unsere Region. Bei der Berechnung des Index sollte zum Vorschein kommen, dass die meisten Angelegenheiten von der Politik des Landes abhängt und nicht in der Hand der Gemeinde liegt.“, sagte Antanas Vagonis, Bürgermeister der Gemeinde Rokiskis, so die Website Etaplius.

Der VIPA-Index wurde mit Hilfe der Statistiken des litauischen Statistikamtes, des litauischen Arbeitsamtes, Gesundheitsamtes, sowie des Informationssystems für Bildungsmanagement erstellt.

ap

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