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Aufrüstung in allen Bereichen

Litauen: Verteidigungsrat stimmt Kauf deutscher Leopard 2-Panzer zu

Der litauische Verteidigungsrat hat am Dienstag dem Kauf deutscher Leopard 2-Panzer für die geplante neue Armeedivision des baltischen Landes zugestimmt.

Leopard 2 Panzer Litauen
NATO-Großübung Trident Juncture 2018 in Norwegen: Ein getarnter Leopard 2 beim Vorrücken. (Foto: © Bundeswehr/Marco Dorow)
Der Präsidialberater Kęstutis Budrys teilte nach der Sitzung mit: „Die effektivste Panzerplattform, die alle von Litauen festgelegten Kriterien erfüllt, ist der deutsche Leopard 2. Das Verteidigungsministerium ist angewiesen, Gespräche mit den Herstellern aufzunehmen.“

Was Anzahl und Gesamtkosten des Panzer-Paketes betrifft, liegen noch keine Informationen vor. Es heißt, die anstehenden Verhandlungen hätten großen Einfluss auf das Gesamtvolumen des litauisch-deutschen Waffengeschäfts.

Auch an anderen Stellen arbeitet man in Litauen mit Hochdruck daran, die Schlagkraft der eigenen Armee zu erhöhen. In Sachen Artillerie, Flugabwehr und Pionierwesen geht es darum, die bisherigen Truppenkontingente zu erhöhen.

Zahl der Wehrpflichtigen pro Jahr wird kräftig nach oben korrigiert

Zusätzlich wird bei den Seestreitkräften ein Hafen- und Küstenschutzdienst neu aufgestellt. Auch ein Cyber Defence Board steht auf dem Programm, um nicht nur für physische, sondern auch digitale Arten der Angriffsführung besser aufgestellt zu sein.

Was die Zahl der Wehrpflichtigen pro Jahr betrifft, wurden die Zahlen ebenfalls nach oben hin angepasst. Derzeit werden jedes Jahr rund 3.800 Wehrpflichtige in Litauen einberufen. In Zukunft sollen es dann fast 6.000 sein.

„Der Staatliche Verteidigungsrat hat den Schritt zur allgemeinen Wehrpflicht gebilligt“, teilte Budrys gegenüber LRT.lt mit. Litauen stehe in naher Zukunft zwar nicht vor einer militärischen Bedrohung, aber man müsse alle Szenarien in Betracht ziehen. Klar, wohin sich der Blick richtet.

„Es kann festgestellt werden, dass es keine wesentlichen Änderungen in der kurzfristigen Gefahreneinschätzung für Litauen gibt. Dennoch bleibt Russland natürlich eine direkte militärische Bedrohung – und zwar für die gesamte NATO-Allianz“, fuhr er fort.

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