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Die Republikanische Partei kritisiert Trump

Angekündigter US-Truppenabzug: für Litauen Grund zu Besorgnis

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, beträchtliche Teile der in Deutschland stationierten US-Einheiten abziehen zu wollen, löst in Litauen Besorgnis aus.

US-Militär Truppenabzug
Fallschirmjäger mit Nato-Flagge. (Foto: Martin Dlugolinský)
Hintergrund: Die kleine baltische Nation gehört zur unmittelbaren Nachbarschaft Russlands. Und die politische Verbindung zu dem militärisch übermächtigen Nachbarn im Osten ist – gelinde gesagt – historisch belastet.

Seit 2004 gehört Litauen (daher) zur NATO. Eine starke US-Truppenpräsenz in Europa wird nicht nur hier, sondern in weiten Teilen der ehemaligen Sowjetrepubliken als die eine, die wichtigste Trumpfkarte gegen das möglicherweise neu entfachte Expansionsstreben Russlands angesehen. Ukraine lässt grüßen.

Nun also der angekündigte US-Truppenabzug aus Deutschland, das mit seinen Air-Bases bislang das Zentrum der amerikanischen Militärpräsenz in Europa darstellte.

Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge hat Trump befohlen, die Zahl der US-Militärs in Deutschland um fast 10.000 Mann zu reduzieren – von derzeit 34.500 auf dann noch etwa 25.000. Ein erheblicher Einschnitt.

Aus diesem Grund veröffentlichte das litauische Verteidigungsministerium nun eine Stellungnahme, in der es die USA an ihre Verpflichtung zur Bündnistreue erinnert.

Darin heißt es: „Litauen bleibt zuversichtlich, dass die Verpflichtungen der USA für Sicherheit in Europa und die starke transatlantische Verbindung weiterhin Bestand haben werden.“

Man hoffe sehr, dass nicht das gesamte aus Deutschland abgezogene Militärpersonal Europa verlassen werde, fügt das Ministerium hinzu und stellte fest, dass es in diesen Fragen „keine bilateralen Konsultationen mit Vertretern des Pentagon“ gegeben habe.

Auch in anderen Teilen Europas wird der angekündigte Truppenabzug als Alleingang von US-Präsident Trump interpretiert. Auch in Amerika hatten mehrere US- und Nato-Beamte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass Größe und Zeitpunkt der Reduzierung unerwartet seien und zu Problemen führen könnten.

Kritik auch in den USA

Laut Berichten von Medien wie der „Financial Times“ und dem Sender CNN haben 22 Republikaner des Repräsentantenhauses den US-Präsidenten in einem Brief aufgefordert, US-Truppen in Deutschland zu lassen. Deutschland ist einer der wichtigsten europäischen Stützpunkte der US-Armee.

sh

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