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Corona: Lettland in Sorge über Entwicklung der Tourismusbranche

Viele Hotels in Riga vor dem Aus?

Das lettische Parlament hat diese Woche beratschlagt, wie es mit der Tourismusbranche im Land weitergehen kann. Die Umsatzeinbrüche im Corona-Jahr 2020 waren und sind beträchtlich.

Vanšu-Brücke
Vanšu-Brücke, eine Brücke über die Düna in Riga. Bei der Eröffnung 1981 mit 625 Metern die längste Schrägseilbrücke Europas. (Foto: Aleksas Stan)
Bis dato gehen Branchenvertreter von einem Handels- bzw. Volumenverlust von etwa 60 Prozent aus. Bis etwa März sei alles normal gelaufen, heißt es in einem Bericht auf LSM.lv. Doch dann kam Corona mit voller Wucht.

Einziger Lichtblick der Sommersaison: Der florierende Regionaltourismus, der die Branche wahrscheinlich vor den allerschlimmsten Konsequenzen bewahrt hat. Doch auf Sicht wird das nicht ausreichen, das ist allen Beteiligten klar.

Besonders gefährdet sind nach Experten-Einschätzungen zwei lettische Tourismusbereiche mit insgesamt 5.000 bis 8.000 Beschäftigten.

Zum einen Reiseveranstalter und zum anderen Hotels in der Landeshauptstadt Riga, die wie kein anderer Branchenzweig auf internationale Touristen angewiesen sind.

Sollte sich die Corona-Situation zum nächsten Jahr hin nicht bessern, drohen demnach massenhafte Entlassungen. Daher fordern Branchenvertreter nun vehement mehr politische Unterstützung ein.

Etwa 14 Millionen Euro sollen als staatliche Lohnsubventionen bereits geflossen sein. Zu wenig, sagt die Tourismusbranche und wartet gespannt auf Nachbesserungen.

Es müsse alles dafür getan werden, die touristische Infrastruktur trotz leerstehender Hotels am Laufen zu halten, sagte ein Branchenvertreter. Er und seine Mitstreiter können derzeit lediglich auf offene parlamentarische Ohren hoffen.

sh

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