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Ganz dünnes Eis

Tauwetter in Lettland: Sprechende Drohnen vertreiben Menschen von zugefrorenen Seen

Vorab die Zahlen, die wahrscheinlich am besten beschreiben, weshalb sich der staatliche Feuerwehr- und Rettungsdienst in Lettland (VUGD) für dieses Jahr etwas sehr Spezielles hat einfallen lassen: 2020 sind landesweit 122 Menschen tot aus dem Wasser gezogen worden – und auch 2021 steht der „Ticker“ leider schon wieder bei 4.

Was also tun, hat man sich beim VUGD gefragt, um mit Maximal-Effekt auf die Eisbruch-Gefahr hinzuweisen, die nach dem Tauwetter der vergangenen Tage auf vielen Seen und Flüssen herrscht? Ganz einfach: Eine „sprechende Drohne“ zu den „Lebensmüden“ auf dem Eis schicken – und mithilfe eines Lautsprechers schön vom Ufer aus zusammenfalten.

Die fliegenden Feuerwehrassistenten kommen laut einem Bericht auf LSM.lv erst seit einigen Tagen zum Einsatz. Aber sie könnten die Lösung sein, da das bisherige Rufen vom Ufer gerne mal überhört wurde – gerade auch von knurrigen Eisfischern, die für einen guten Fang kaum ein Risiko zu scheuen scheinen.

Die Drohnen können wahlweise mit Standardaufnahmen oder aber personalisierten Nachrichten auf den Weg geschickt werden, die kurz zuvor aufgezeichnet werden.

„Die Leute wissen ganz genau, dass es eigentlich ein Wahnsinn ist, sich auf dem tauenden Eis aufzuhalten. Aber die Verlockung ist leider groß“, sagt eine an dem Drohnenprojekt beteiligte Sicherheitsbeamtin. Sie hofft, nun das richtige Mittel gegen Unvernunft und vorgespielte Schwerhörigkeit gefunden zu haben.

Allein am vergangenen Samstag musste der VUGD landesweit fünf Personen retten, die auf dem Eis eingebrochen waren.

Einen eindruck vom Einsatz solcher Drohenn, bekommt man in diesem Beitrag des Lettischen Fernsehens:

QUIZ

sh

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